Duales Studium Wirtschaftsprüfung

Das duale Studium Wirtschaftsprüfung kombiniert Zahlenverständnis mit feinem Gespür für Unternehmenszusammenhänge. Hier erfährst du alles Wichtige zum Studium!

 

Studiengang-Check: Wirtschaftsprüfung
Allgemeines zum Studium
Studiendauer: 6 – 7 Semester
NC: meist zulassungsfrei
analytisch, zahlenintensiv, praxisnah
Einstiegsgehälter Wirtschaftsprüfung
70.000 €
71.500 €
73.000 €
Zufriedenheit mit dem Studium
sehr gut
Inhaltsübersicht

Wirtschaftsprüfung — Überblick über das Studium

Im dualen Studium Wirtschaftsprüfung lernst du, wie du die Buchhaltung und Finanzen von Unternehmen prüfst und bewertest. Du lernst, komplexe Zahlen zu analysieren, rechtliche Vorgaben anzuwenden und Unternehmen strategisch zu beraten. Dieser Weg fordert zwar analytisches Geschick, bietet dir aber hervorragende Aufstiegschancen in einer krisensicheren Branche.

Besonders im dualen Modell arbeitest du von Beginn an mit echten Unternehmen und wirst schrittweise in reale Prüfungsprojekte eingebunden. Du wirst darauf trainiert, Verantwortung zu übernehmen und Unternehmen rechtlich wie wirtschaftlich abzusichern. Und ein weiterer Pluspunkt: Du verdienst schon dein erstes Gehalt während dem Studium!

Welche Studieninhalte erwarten dich?

Ein duales Studium ist in Theorie- und Praxisphasen gegliedert. Die Theoriephasen finden an der Hochschule statt und die Praxis erlebst du in deinem Ausbildungsbetrieb.

Dabei arbeitest du vom ersten Tag an mit echten Zahlen und erfährst hautnah, wie Unternehmensprüfungen ablaufen. Damit du dabei schnell sicher wirst, vermittelt dir das Studium ein breites Wissen in Rechnungswesen, Steuerrecht, Betriebswirtschaft und Wirtschaftsrecht.

➡️ Ist das Studium Wirtschaftsprüfung schwer?

Das Wirtschaftsprüfung-Studium gilt als anspruchsvoll, vor allem durch die Menge an Vorschriften und die hohe Zahlenlast. Du musst genau arbeiten, komplexe Zusammenhänge verstehen und dich auf Details konzentrieren können. Viele Module bauen aufeinander auf. Aber wenn du dranbleibst und Angebote wie Vorkurse nutzt, wirst du das Studium gut meistern!.

In den ersten Semestern geht es vor allem um Grundlagen. Diese Fächer erwarten dich dabei typischerweise:

  • Buchführung und Bilanzierung: Du lernst, wie du die Vermögenswerte und Ertragsaussichten eines Unternehmens präzise erfasst, um später zu beurteilen, ob ein Jahresabschluss die finanzielle Lage korrekt widerspiegelt.
  • Kosten- und Leistungsrechnung: Hier erfährst du, wie interne Geschäftsprozesse bewertet werden.
  • Wirtschaftsrecht und Handelsrecht: Du erwirbst das nötige Fachwissen für die Rechtsberatung und lernst die gesetzlichen Vorschriften kennen, nach denen Kapitalgesellschaften geprüft werden oder wie Verschmelzungen rechtssicher ablaufen.
  • Steuerlehre: Du lernst alles rund um Einkommensteuer, Körperschaftsteuer und Umsatzsteuer, um Mandanten bei steuerlichen Fragen fundiert zu beraten.
  • Einführung in Controlling und Prüfungswesen: Du erhältst erste Einblicke in dein späteres Hauptfeld, von der Erteilung des Bestätigungsvermerks über die Bonitätsprüfung (Rating) bis hin zur Aufdeckung von Wirtschaftskriminalität bei Sonderprüfungen.

Im weiteren Verlauf vertiefst du dein Wissen in Bereichen wie internationaler Rechnungslegung, Digital Auditing oder Corporate Governance.

In den Praxisphasen arbeitest du direkt im Unternehmen mit. Du unterstützt bei Jahres- und Konzernabschlussprüfungen sowie bei der digitalen Analyse von Finanzberichten. Außerdem wirkst du bei prüfungsnahen Beratungen mit und stehst im direkten Kontakt mit Mandaten.

Studyflix vernetzt: Hier ein Video aus einem anderen Bereich

Was sagen Studierende über das Studium?

Viele berichten, dass sie überrascht waren, wie viel Detailarbeit in Prüfungsfällen steckt. Wenn kleine Unstimmigkeiten unentdeckt bleiben, kann das später zu falschen Management-Entscheidungen oder rechtlichen Problemen führen. Das macht den Stoff zwar anspruchsvoll, zeigt aber sofort, warum jedes Detail in der Praxis zählt.

Außerdem orientierst du dich im Studium häufig an Gesetzestexten, Standards, Fristen und Verantwortung. Einige empfinden diese feste Struktur als hilfreich, andere mussten sich erst daran gewöhnen. Dass bereits im Studium eine „Prüfungslogik“ mitläuft, ist für viele neu und gerade deshalb spannend.

Passt das Wirtschaftsprüfung-Studium zu dir?

Wirtschaftsprüfung bedeutet, dich intensiv mit Prozessen zu befassen, die große Auswirkungen haben. Du hinterfragst Abläufe, suchst nach Lücken und prüfst, ob alles so läuft, wie es soll. Das braucht einen klaren Kopf und die Bereitschaft, sich in komplexe Zusammenhänge reinzufuchsen.

Welche Stärken brauchst du für das Studium?

Fähigkeit / Eigenschaft Bedeutung (1 = unwichtig, 7 = sehr wichtig)
Analytisches Denken ⭐⭐⭐⭐⭐⭐
Zahlenaffinität ⭐⭐⭐⭐⭐⭐
Kommunikationsstärke ⭐⭐⭐⭐
Teamfähigkeit ⭐⭐⭐⭐
Selbstorganisation ⭐⭐⭐⭐⭐
Interesse an Menschen ⭐⭐
Sprachkenntnisse ⭐⭐

Wenn du dich hingegen eher in kreativen Prozessen siehst, könnten BWL mit Schwerpunkt Marketing oder Wirtschaftspsychologie besser zu dir passen.

Wie sind deine Karrierechancen & dein Gehalt?

Mit einem Abschluss in Wirtschaftsprüfung stehen dir später viele Türen offen. Denn du bringst ein starkes Profil aus Fachwissen und Verantwortungsbewusstsein mit. Und durch ein duales Studium glänzt du auch mit Praxiserfahrung.

Anders als bei klar definierten Berufen ist der Weg nach dem Studium nicht festgelegt. Deine Einsatzmöglichkeiten sind breit, von Analyse bis Beratung.

Typische Tätigkeitsfelder für Wirtschaftsprüfung

✔️ Audit & Assurance — Du prüfst Jahresabschlüsse und kontrollierst, ob Unternehmen korrekt bilanzieren
✔️ Interne Revision — Du analysierst Abläufe im Unternehmen und schlägst Verbesserungen vor
✔️ Steuerberatung — Du unterstützt bei Steuerfragen und hilfst, rechtliche Vorgaben einzuhalten
✔️ Risk & Compliance — Du bewertest Risiken und begleitest interne Kontrollsysteme
✔️ Beratungsprojekte im Finanzbereich — Du arbeitest mit Teams an Strategien zur Optimierung von Kostenstrukturen oder Reporting-Prozessen

Karrierechancen & Gehalt

Als Berufseinsteiger oder Berufseinsteigerin in der Wirtschaftsprüfung kannst du mit einem Jahresgehalt zwischen 70.000 und 73.000 € brutto rechnen — je nach Arbeitgeber und Standort. Wer nach dem Studium direkt in großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften startet, steigt oft höher ein als in kleineren Kanzleien. Mit wachsender Erfahrung und zusätzlicher Qualifikation sind deutlich höhere Gehälter möglich.

Im Vergleich mit ähnlichen Studiengängen zeigt sich: Wirtschaftsprüfung liegt klar vor Wirtschaftsrecht (Ø 56.400 €), BWL (Ø 45.000 €) und Wirtschaftspsychologie (Ø 42.700 €).

Wie läuft ein Studium in Wirtschaftsprüfung ab?

Das Studium der Wirtschaftsprüfung gliedert sich in mehrere Phasen — von fundierten Grundlagen über rechtlich geprägte Vertiefungen bis hin zur praktischen Anwendung.

Grundlagenphase (1.–3. Semester)
In den ersten Semestern lernst du, wie finanzielle Vorgänge geprüft und rechtlich eingeordnet werden. Du beschäftigst dich mit Buchführung, Bilanzierung, Kostenrechnung, Steuergrundlagen und Wirtschaftsrecht. Auch erste Einblicke in Prüfungsprozesse und digitale Tools gehören dazu.

Vertiefungsphase (4.–6. Semester)
Jetzt geht es tiefer in Fachbereiche wie internationales Steuerrecht oder digitale Prüfverfahren. Du analysierst komplexe Fälle und lernst, wie du Risiken erkennt und sauber dokumentierst.

Praxisbezug und Abschlussarbeit
Viele Studiengänge binden Praxisprojekte oder den direkten Kontakt zu Prüfungsunternehmen ein. Im dualen Studiengang schreibst du deine Bachelorarbeit häufig in Zusammenarbeit mit deinem Praxisbetrieb. Aber auch bei anderen Studienmodellen ist so eine Zusammenarbeit möglich.

Der Weg zum Wirtschaftsprüfer

Nach dem Studium (egal ob dual oder Vollzeit) bist du zunächst ein Prüfungsassistent. Um wirklich den TitelWirtschaftsprüfer“ tragen zu dürfen, musst du folgendes System durchlaufen:

  1. Akademischer Abschluss: Zuerst absolvierst du deinen Bachelor (oder Master).
  2. Praxiszeit: Du musst danach mehrere Jahre (meist 3 bis 4 Jahre) hauptberuflich in der Wirtschaftsprüfung arbeiten.
  3. Das WP-Examen: Erst nach dieser Praxiszeit darfst du dich für das staatliche Wirtschaftsprüfungsexamen anmelden. 

Studiendauer & Studienmodelle

Ein Bachelorstudium in Wirtschaftsprüfung dauert in der Regel 6 bis 7 Semester, also etwa 3 bis 3,5 Jahre. Wer danach noch weiter in die Tiefe gehen möchte oder eine Karriere mit Führungsverantwortung anstrebt, kann im Anschluss einen Master machen. Dieser dauert meist noch einmal 3 bis 4 Semester.

Neben dem dualem Studium,  das Theorie und Praxis perfekt verbindet, bieten viele Hochschulen weitere Formate an, um den Weg in die Wirtschaftsprüfung zu ebnen:

✔️ Vollzeitstudium — Der klassische Weg, bei dem du dich voll auf die akademischen Inhalte konzentrierst und Praxiserfahrung vor allem durch Praktika sammelst.
✔️ Berufsbegleitendes Studium — Ideal für Personen, die bereits in einer Kanzlei oder im Rechnungswesen arbeiten und sich weiterqualifizieren möchten
✔️ Fernstudium — Für alle, die flexibel lernen möchten mit digitalen Modulen und ortsunabhängiger Prüfungsstruktur

Zulassungsvoraussetzungen

Um ein Studium in Wirtschaftsprüfung zu beginnen, brauchst du in der Regel eine Hochschulzugangsberechtigung — also entweder das Abitur, die Fachhochschulreife oder eine gleichwertige Qualifikation. Vor allem bei dualen Studiengängen brauchst du zusätzlich einen Vertrag mit einem Praxispartner. Meist bewerben sich Studieninteressierte zuerst dort und werden dann an die Hochschule vermittelt.

Auch ohne klassisches Abitur kannst du an vielen Hochschulen starten, wenn du eine dieser Voraussetzungen erfüllst:

  • Meisterbrief oder gleichwertiger Abschluss
  • Berufsausbildung mit Berufserfahrung
  • Eignungsprüfung oder Probestudium

Zulassungsbeschränkungen

Ob du für das Wirtschaftsprüfung-Studium einen bestimmten Notendurchschnitt brauchst, hängt stark von der Hochschule ab. Viele Fachhochschulen bieten den Studiengang zulassungsfrei an. Du brauchst also keine bestimmte Abiturnote, sondern nur die formalen Voraussetzungen.

Wo kannst du Wirtschaftsprüfung studieren?

Das Wirtschaftsprüfung-Studium wird an Universitäten, Fachhochschulen, und vereinzelt auch an privaten Hochschulen angeboten. Während du an Universitäten meist stärker in die wissenschaftliche Theorie einsteigst, setzen Fachhochschulen und duale Modelle deutlich mehr auf Praxisnähe und Zusammenarbeit mit Kanzleien oder Unternehmen.

  • Bachelor of Arts (B.A.)
    Vergeben vor allem von Fachhochschulen mit wirtschaftlichem Schwerpunkt
  • Bachelor of Science (B.Sc.)
    Häufig an Universitäten mit stärkerem Fokus auf Methodik und Statistik
  • Bachelor of Laws (LL.B.)
    Wird vereinzelt angeboten, wenn der Studiengang stark rechtswissenschaftlich ausgerichtet ist
  • Bachelor of Arts in Business Administration (B.A.) mit Schwerpunkt Wirtschaftsprüfung
    Klassischer Abschluss in dualen Studiengängen

Duales Studium Wirtschaftsprüfung — häufigste Fragen

(ausklappen)
  • Brauche ich im Studium viel Mathe?
    Ja, vor allem in den Bereichen Finanzmathematik, Kostenrechnung und Statistik. Du musst aber kein Mathe-Genie sein. Mit Übung und klaren Regeln lässt sich vieles gut lernen.
  • Wie unterscheidet sich Wirtschaftsprüfung von BWL?
    Wirtschaftsprüfung ist deutlich spezialisierter: Du konzentrierst dich stark auf Rechnungswesen, Steuern, Gesetze und Prüfverfahren — weniger auf Marketing oder Strategie.
  • Kann ich auch ohne duales Studium Wirtschaftsprüfung studieren?
    Ja, viele Universitäten und Fachhochschulen bieten den Studiengang auch als klassisches Vollzeitstudium an. Der Praxisbezug ist dann meist über Praktika geregelt.
  • Wie praxisnah ist das Studium wirklich?
    In dualen Studiengängen bist du regelmäßig im Unternehmen und arbeitest an echten Projekten mit. Auch im Vollzeitstudium sind Praxisphasen oder Projektmodule inzwischen Standard.
  • Was passiert nach dem Bachelor – muss ich weiterstudieren?
    Nicht zwingend, aber viele entscheiden sich für einen Master oder bereiten sich später auf das Wirtschaftsprüfer-Examen vor, um sich weiter zu qualifizieren.
  • Wie hoch ist die Durchfallquote im Studium?
    Das kommt stark auf die Hochschule und das eigene Engagement an. Die meisten Studierenden, die kontinuierlich mitarbeiten und sich früh Hilfe holen, schaffen es gut.

Wirtschaftsrecht-Studium

Du interessierst dich für Zahlen, aber die juristische Seite wirtschaftlicher Entscheidungen reizt dich noch mehr? Dann schau dir hier  das Wirtschaftsrecht-Studium an!

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