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Deine Seifenkiste aus dem letzten Video ist schon fast fertig. Aber einige Ideen zur Verbindung der Reifen mit der Welle fehlen dir noch? Dann schauen wir uns das hier an.

Inhaltsübersicht

Was ist eine kraftschlüssige Welle-Nabe-Verbindung?

Bei den kraftschlüssigen Welle-Nabe-Verbindungen werden die Verbindungen über einen Kraftschluss gehalten.

Eine Art dieser Verbindung ist der Pressverband. Dabei wird die Welle, deren Durchmesser ein ganz klein wenig größer ist als der des Loches, in die Nabe hineingepresst. Durch das Einpressen übt nun die Welle Kraft auf die Nabe aus und hält somit die Verbindung.

Auch bei dieser Verbindung musst du prüfen, ob deine vorhandene Fugenpressung in einem zulässigen Bereich liegt. Das heißt also, dass die erforderliche Fugenpressung pFk kleiner als die größte zulässige Flächenpressung pFg sein muss:

pFk < pFg

Deine erforderliche Fugenpressung hängt von der zu übertragenden Kraft ab. Falls eine Längskraft übertragen werden soll, lautet die Formel:

    \[p_{Fk} = \frac{S_H \cdot F_I \cdot K_a}{D_f \cdot \pi \cdot I_F \cdot \mu}\]

Für eine Umfangskraft ist die Formel:

    \[p_{Fk} = \frac{S_H \cdot 2 \cdot T \cdot K_a}{{D_f}^2 \cdot \pi \cdot I_F \cdot \mu}\)\]

Die Haftsicherheit SH ist 1,5 bei statischer Belastung und 2 bei wechselnder Belastung. Den Anwendungsfaktor kA kannst du wieder aus Tabelle 3-5 c) herauslesen und den Haftbeiwert μ aus der Tabelle 12-6 a).

Der Fugendurchmesser dF ist der Durchmesser, den die Welle und die Nabe im zusammengefügten Bereich haben. Die Fugenlänge lF ist die Länge, über die Welle und Nabe miteinander verbunden sind.

Jetzt brauchen wir nur noch die zulässige Flächenpressung. Diese ist für das Außenteil und das Innenteil jedoch unterschiedlich. Das Außenteil ist in deinem Fall der Reifen und das Innenteil die Welle.

Für das Außenteil lautet die Formel:

    \[p_{FgA} = \frac{R_{eA}}{S_{FA}} \cdot \frac{1 - Q_A^2}{\sqrt{3}}\]

und für das Innenteil:

    \[p_{FgI} = \frac{R_{eI}}{S_{FI}} \cdot \frac{2}{\sqrt{3}}\]

Wenn das Innenteil hohl ist, musst du aber mit dieser Formel rechnen:

    \[p_{FgI} = \frac{R_{eI}}{S_{FI}} \cdot \frac{1 - Q_A^2}{\sqrt{3}}\]

Dein ReA und ReI rechnest du mit

ReA = ReNA · Kt beziehungsweise ReI = ReNI · Kt

ReN bekommst du wieder aus der Tabelle 1-1 und Kt aus der Tabelle 3-11.

Für die Sicherheit bei duktilen Werkstoffen gilt: SF ist ungefähr zwischen 1 und 1,3. Bei spröden Werkstoffen musst du SF durch SB ersetzen. SB ist dabei ungefähr zwischen 2 und 3.

Deine Durchmesserverhältnisse berechnest du mit:

    \[Q_A = \frac{d_F}{D_{Aa}}\]

    \[Q_I = \frac{d_F}{D_{Ii}}\]

Nun weißt du auch, wie du deine zulässige Flächenpressung berechnen kannst. Wenn jetzt noch deine erforderliche Flächenpressung pFk kleiner pFgA und pFgI ist, dann kannst du dir sicher sein, dass deine Seifenkiste auch funktioniert — zumindest was die Räder angeht.

Flächenpressung

Die zulässige Flächenpressung ist jedoch nur eine Seite der Medaille. Welche weiteren Faktoren die Flächenpressung beeinflussen und wie du sie optimal nutzt, erfährst du in unserem Beitrag dazu!

Zum Video: Flächenpressung
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