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Was macht eine Reportage aus und wie unterscheidest du sie von anderen Textsorten? Wir zeigen dir die wichtigsten Merkmale hier und im Video!

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Inhaltsübersicht

Was ist eine Reportage?

Eine Reportage ist ein journalistischer Text über ein wirkliches Ereignis oder Thema. Sie vermittelt dir Informationen sachlich und beschreibt das Geschehen sehr anschaulich. Trotzdem bekommst du als Leser das Gefühl, dass du die Ereignisse selbst miterlebt hast.

Diese Mischung gelingt einer Reportage vor allem durch den Wechsel zwischen subjektiven (persönlichen) und objektiven (sachlichen) Erzählungen. Sie verwendet also sachliche Fakten und kombiniert sie beispielsweise mit Augenzeugenberichten oder Zitaten.

Übrigens: Das Wort Reportage stammt aus dem Lateinischen von reportare und bedeutet übersetzt „berichten“ oder „melden“.

4 typische Merkmale einer Reportage

Eine Reportage erkennst du an 4 typischen Merkmalen. Sie sind das Werkzeug, um die sachliche Information mit einer persönlichen, lebendigen Erzählweise zu verschmelzen:

Merkmal Was das bedeutet Warum das typisch ist Beispiel
Präsens-Zeitform Die Verben stehen in der Gegenwartsform. Das Geschehen wirkt direkt und lebendig. „Die Feuerwehrleute löschen die Flammen.“
Anschauliche Sprache Treffende Adjektive (Wiewörter) und Vergleiche Du kannst dir die Szene genau vorstellen. „Im Tierheim bellen zwanzig Hunde gleichzeitig, der Geruch von feuchtem Fell liegt in der Luft.“
Beobachtungen und Zitate Eindrücke vor Ort mithilfe von Interviews, Augenzeugenberichten,  Fotos und Audiodateien  Die Informationen wirken glaubwürdig und nah. „‚Ich habe so etwas noch nie erlebt‘, sagt die Lehrerin.“
Eindrücke ohne Bewertung Eine Person beschreibt, was sie sieht oder hört. Sie bewertet nicht und bleibt sachlich. „Der Raum riecht nach Farbe und die Wände leuchten in kräftigem Gelb.“
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Aufbau der Reportage: Wechselspiel von Fakten und Erleben

Eine Reportage baust du in drei Teilen auf — Einleitung, Hauptteil und Schluss

  • Einleitung: Hier steht die anschauliche Sprache im Vordergrund, um den Leser direkt in das Geschehen hineinzuziehen. Weil du die Präsens-Zeitform nutzt, entsteht sofort eine Atmosphäre. Die wichtigsten W-Fragen (Wer, Wo, Wann, Was) werden also fast schon nebenbei geklärt.
  • Hauptteil: Hier verknüpfst du persönliche Beobachtungen mit Hintergründen, um das „Wie?“ und „Warum?“ des Themas zu zeigen. Durch Zitate und neutralen Eindrücke schaffst du eine Balance zwischen menschlicher Nähe und Glaubwürdigkeit.
  • Schluss: Hier rundest du die Erzählung ab. Dabei verbindest du die bisher gesammelten Eindrücke mit einem sachlichen Blick auf die Folgen des Ereignisses.
💡 Profi-Tipp: Die Klammertechnik

Damit die Reportage am Ende rund wirkt, nutzen Profis die Klammertechnik: Sie bilden eine inhaltliche Klammer, indem sie im Schlusssatz zu dem Bild oder dem Zitat aus dem ersten Satz zurückkehren. So bekommt der Text einen eleganten Rahmen und bleibt dem Leser als stimmiges Erlebnis besonders gut in Erinnerung.

Was unterscheidet Reportage, Nachricht, Bericht und Dokumentation?

Du kennst jetzt alle Merkmale der Reportage. Aber wie unterscheidest du sie von ähnlichen Textsorten? Diese Tabelle gibt dir einen schnellen Überblick:

Textsorte Worum geht es? Sprache Zitate und Szenen?
Reportage Konkrete Szene mit Eindrücken und Zitaten Anschaulich, lebendig Ja, beides
Nachricht Nennt nur die wichtigsten Fakten, ohne viel zu erklären oder zu beschreiben Sehr knapp und nüchtern Nein
Bericht Erklärt ein Geschehen meist in der zeitlichen Reihenfolge Sachlich, geordnet Selten
Dokumentation Sammlung von vielen Informationen zu einem Thema Sachlich Nein

Merkmale einer Reportage — häufigste Fragen

(ausklappen)
  • Was ist der Unterschied zwischen einer Nachricht und einer Reportage?
    Eine Nachricht nennt die wichtigsten Fakten zu einem Ereignis sehr knapp und nüchtern. Eine Reportage dagegen schildert eine konkrete Szene so anschaulich, dass man sich mitten im Geschehen fühlt. Deshalb enthält eine Reportage oft Eindrücke vor Ort und Zitate, eine Nachricht normalerweise nicht.
  • Was ist der Unterschied zwischen einem Bericht und einer Reportage?
    Ein Bericht erklärt ein Geschehen meistens sachlich und in zeitlicher Reihenfolge. Eine Reportage dagegen verbindet Fakten mit unmittelbaren Eindrücken aus einer Szene und klingt dadurch lebendiger. Deshalb finden sich in Reportagen häufiger Beobachtungen vor Ort und Zitate, im Bericht eher selten.
  • Was ist der Unterschied zwischen einer Dokumentation und einer Reportage?
    Eine Dokumentation sammelt viele Informationen zu einem Thema und bleibt dabei durchgehend sachlich. Eine Reportage konzentriert sich dagegen auf eine konkrete Szene oder Situation und macht sie mit anschaulicher Sprache erlebbar. Deshalb stehen in der Reportage eher Eindrücke und Zitate, in der Dokumentation nicht.
  • Wie ist eine Reportage aufgebaut?
    Eine Reportage baut man in Einleitung, Hauptteil und Schluss auf. In der Einleitung zieht eine anschauliche Szene in das Geschehen hinein und klärt die wichtigsten W-Fragen nebenbei. Im Hauptteil wechseln sich Fakten, Beobachtungen und Zitate ab, und im Schluss werden die Eindrücke abgerundet und die Folgen des Ereignisses genannt.

Journalistische Textsorten

Welche Unterschiede gibt es zwischen Reportage, Interview und Kommentar? Das erklären wir dir in unserem Video zu den Journalistischen Textsorten!

Zum Video: Journalistische Textsorten
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