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Der gute Mensch von Sezuan – Zusammenfassung

Du möchtest wissen, worum es in Brechts bekanntem Drama „Der gute Mensch von Sezuan“ geht? In unserem Beitrag und Video findest du eine übersichtliche Zusammenfassung nach Szenen!

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Inhaltsübersicht

Der gute Mensch von Sezuan — Inhaltangabe

Bertolt Brechts Drama „Der gute Mensch von Sezuan“ thematisiert die Schwierigkeit, in einer kapitalistischen Welt moralisch zu handeln. Die Geschichte beginnt damit, dass die Prostituierte Shen Te von drei Göttern als einzig guter Mensch auserwählt wird und Geld erhält, um ein Tabakgeschäft zu eröffnen. Doch ihre Güte wird von der ausbeuterischen Gesellschaft ausgenutzt, sodass sie Probleme hat, selbst zu überleben.

Um sich zu schützen, verkleidet sie sich und gibt sich als ihr Cousin Shui Ta aus. Er tritt hart auf, setzt Grenzen und rettet somit Shen Te immer wieder aus der Not. Doch irgendwann fliegt die Täuschung auf und Shen Te muss sich vor Gericht verantworten.

Die wichtigsten Fakten zum Werk im Überblick
  • Autor: Bertolt Brecht
  • Entstehung: 1941 im Exil, Uraufführung 1943 in Zürich
  • Gattung: Drama, episches Theater
  • Epoche: Exilliteratur
  • Hauptfiguren: Shen Te, Shui Ta, die drei Götter, Wang
  • Aufbau: 10 Szenen, 1 Vorspiel, 1 Epilog und 7 Zwischenspiele

Der gute Mensch von Sezuan — Figurenkonstellation 

Hier siehst du alle wichtigen Figuren aus Brechts Drama in einer Figurenkonstellation.

Die Grafik zeigt die Figurenkonstellation im Drama Der gute Mensch von Sezuan und macht sichtbar, wie Shen Te im Zentrum der Beziehungen steht. Sie verdeutlicht zentrale Konflikte wie Liebe, Vertrauen, Verrat, Schutz und das Spiegelbild zwischen Shen Te, Shui Ta, Yang Sun, Wang und den Göttern.
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Der gute Mensch von Sezuan – Figurenkonstellation

Du willst mehr über die Figuren erfahren? In unserem Beitrag dazu zeigen wir dir, welche Rolle sie im Drama spielen und welche Eigenschaften sie haben.

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Der gute Mensch von Sezuan — Zusammenfassung nach Szenen

Das Theaterstück besteht aus zehn Szenen, einem Vorspiel, einem Epilog (Schlussrede) und sieben Zwischenspielen.

Viele Teile der Handlung werden dabei nicht klassisch auf der Bühne gespielt, sondern von den Figuren selbst erzählt. Das ist typisch für das epische Theater, bei dem nicht das Mitfühlen, sondern das Mitdenken im Vordergrund steht.

Gut zu wissen: Zwischenspiele sind Einschübe zwischen den Szenen, in denen sich die Schauspieler umkleiden, das Bühnenbild gewechselt wird, oder der Zuschauer angesprochen wird.

Der Handlungsort ist die Provinz Sezuan in China. Das Stück wird in seinem Untertitel als eine Parabel bezeichnet. Es ist also eine kurze Erzählung, aus der die Zuschauer eine Lehre ziehen sollen.

Vorspiel — Eine Straße in der Hauptstadt von Sezuan

In der Hauptstadt von Sezuan herrscht große Armut. Der Wasserverkäufer Wang wartet auf drei Götter, die prüfen wollen, ob es noch gute Menschen gibt.

Wang sucht für sie eine Unterkunft — doch niemand will die Götter aufnehmen. Schließlich fragt er Shen Te, eine arme Prostituierte. Sie nimmt die Götter trotz eigener finanzieller Not auf.

Am nächsten Morgen erklären die Götter, dass sie Shen Te für einen guten Menschen halten. Doch Shen Te sagt, sie könne kaum gut sein, wenn sie selbst nichts hat. Als Dank für ihre Hilfe schenken die Götter ihr eine große Summe Geld, mit dem sie ein neues Leben anfangen soll — und weiterhin gut bleiben muss.

Szene 1 — Ein kleiner Tabakladen

Shen Te kauft sich mit dem Geld der Götter einen kleinen Tabakladen. Sie hofft, dass sie damit anderen helfen und trotzdem überleben kann. Doch schon vor der Eröffnung bitten Menschen sie um Essen, Geld und Obdach. Shen Te hilft allen. Sie verschenkt Zigaretten, lässt eine obdachlose Familie im Laden übernachten und gibt ihr letztes Geld aus.

Dann taucht der Schreiner Lin To auf. Er will Geld für Regale, die er der Vorbesitzerin geliefert hat. Kurz darauf verlangt die Hausbesitzerin Mi Tzü die Miete für sechs Monate im Voraus. Shen Te kann nichts davon bezahlen.

Um sich aus der Situation zu retten, erfindet sie einen strengen Cousin: Shui Ta. Er soll ab jetzt alles für sie regeln.

Zwischenspiel 1 — Unter einer Brücke

Seit vier Tagen versteckt sich Wang unter einer Brücke. Er hat Angst, den Göttern zu begegnen, weil sie entdeckt haben, dass er beim Wasserverkauf betrogen hat.

Im Schlaf erscheinen ihm die Götter erneut. Sie fragen nach Shen Te und wollen wissen, wie es ihr geht. Wang soll sie beobachten und Bericht erstatten. Die Götter selbst setzen ihre Reise fort. Sie wollen weiter nach guten Menschen suchen.

Szene 2 — Der Tabakladen

Am nächsten Morgen kommt ein junger Mann in den Tabakladen: Shui Ta, der angebliche Vetter von Shen Te. In Wahrheit ist es Shen Te selbst, verkleidet und mit fester Stimme. Die obdachlose Familie, die im Laden wohnt, ist überrascht: Sie hielt den Vetter bisher für erfunden.

Shui Ta fordert die Familie auf, den Laden zu verlassen. Doch sie widersetzt sich und fordert sogar eines der Kinder auf, beim Bäcker Kuchen zu stehlen. In diesem Moment erscheint der Schreiner Lin To und verlangt 100 Silberdollar für die Regale. Shui Ta handelt den Preis auf 20 Silberdollar herunter.

Dann kehrt das Kind mit den gestohlenen Backwaren zurück — und wird vom Polizisten, den Shui Ta zuvor herbeigerufen hat, erwischt. Der Polizist führt die gesamte Familie ab.

Kurz darauf erscheint die Hausbesitzerin Frau Mi Tzü und verlangt die Miete für sechs Monate im Voraus. Der Polizist schlägt vor, Shen Te zu verheiraten, um so das Geld zu beschaffen. Er formuliert sogar eine Heiratsanzeige.

Szene 3 — Abend im Stadtpark

Shen Te ist auf dem Weg zu einem Treffen mit einem Witwer. Sie hofft, mit der Heirat ihre finanzielle Lage zu verbessern. Im Stadtpark begegnet sie jedoch Yang Sun, einem arbeitslosen Piloten, der gerade versucht, sich das Leben zu nehmen. Shen Te hält ihn auf und spricht mit ihm. Die beiden kommen sich näher und Shen Te verliebt sich in ihn.

Plötzlich beginnt es zu regnen. Wang, der Wasserverkäufer, taucht auf und klagt über das schlechte Wetter, das sein Geschäft ruiniert. Shen Te kauft ihm einen Becher Wasser ab als ein kleiner Akt der Freundlichkeit. Sie möchte den Becher Wasser Yang Sun geben, aber er ist schon unter einem Baum eingeschlafen. Shen Te bleibt bei ihm.

Zwischenspiel 2 — Wangs Nachtlager in einem Kanalrohr

Wang schläft in einem Kanalrohr und träumt erneut von den Göttern. Sie erscheinen ihm und fragen nach Shen Te. Wang berichtet: Sie sei großzügig, helfe vielen Menschen und werde sogar „Engel der Vorstädte“ genannt. Außerdem habe sie sich in Yang Sun verliebt.

Doch als Wang erwähnt, dass Shen Te bei Schwierigkeiten auf ihren Vetter zurückgreift, sind die Götter enttäuscht. Sie zweifeln daran, ob sie wirklich „gut genug“ ist. Trotzdem wollen sie ihre Reise fortsetzen, in der Hoffnung, doch noch einen wirklich guten Menschen zu finden.

Szene 4 — Platz vor Shen Te’s Tabakladen

Am nächsten Morgen kehrt Shen Te glücklich aus der Nacht mit Yang Sun zurück. Vor ihrem Laden reden die Leute schon über ihr Verhältnis mit ihm.

Sie trifft auf ein älteres Ehepaar. Die beiden haben früher mit Teppichen gehandelt und leihen Shen Te 200 Silberdollar, damit sie die Miete bezahlen kann.

Kurz danach erscheint Suns Mutter überraschend. Sie erzählt, dass Yang Sun eine Stelle als Pilot in Peking in Aussicht hat. Doch er muss 500 Silberdollar zahlen, um den Posten zu bekommen. Shen Te gibt ihr sofort die 200 Silberdollar weiter, die sie sich gerade erst geliehen hat, und verspricht, nach dem restlichen Geld zu suchen.

Zwischenspiel 3 — Vor dem Vorhang

Shen Te steht allein auf der Bühne und singt „Das Lied von der Wehrlosigkeit der Götter und Guten“. Dabei zieht sie sich um: Sie legt Kleidung und Maske von Shui Ta an. So wird sichtbar, dass Shen Te und Shui Ta dieselbe Person sind. Am Ende steht sie in der Verkleidung von Shui Ta vor dem Publikum.

Szene 5 — Vor dem Tabakladen

Shen Te ist nun als Shui Ta verkleidet im Tabakladen. Yang Sun kommt vorbei. Er möchte, dass Shen Te den Laden verkauft — für 300 Silberdollar. Das Geld will er nutzen, um sich die Pilotenanstellung in Peking zu sichern.

Frau Mi Tzü, die Hausbesitzerin, stimmt dem Verkauf zu. Sun erklärt gegenüber Shui Ta, dass er Shen Te nicht mit nach Peking nehmen will. Nach dem Gespräch spricht Shui Ta mit dem Barbier Shu Fu, der Shen Te zuvor einen Heiratsantrag gemacht hatte. Die beiden vereinbaren eine Verlobung. Doch später trifft Shen Te unverkleidet wieder auf Yang Sun und entscheidet sich erneut für ihn.

Zwischenspiel 4 — Vor dem Vorhang

Shen Te wendet sich direkt an das Publikum. Sie ist auf dem Weg zu ihrer Hochzeit mit Yang Sun, doch sie hat Schuldgefühle: Die 200 Silberdollar, die sie sich von den Teppichhändlern geliehen hatte, kann sie nicht zurückzahlen. Trotzdem hat sie das Geld Sun und seiner Mutter überlassen. Sie spricht offen über ihre innere Not und dass sie kaum noch weiß, wie sie alles bewältigen soll.

Szene 6 — Nebenzimmer eines billigen Restaurants in der Vorstadt

Shen Te und Yang Sun feiern ihre Hochzeit in einem einfachen Restaurant. Während des Gesprächs erfährt Sun, dass Shen Te das Geld aus dem Ladenverkauf nutzen will, um den Teppichhändlern ihre Schulden zurückzuzahlen und nicht für seine Pilotenstelle.

Sun reagiert enttäuscht und will die Hochzeit aufschieben, bis Shui Ta kommt. Er glaubt, der Vetter könnte ihm doch noch das Geld geben. Shen Te versucht ihn umzustimmen, doch er bleibt stur. Der Priester verlässt die Zeremonie. Sun singt daraufhin „Das Lied vom Sankt Nimmerleinstag“.

Zwischenspiel 5 — Wangs Nachtlager

Wang erscheinen erneut im Traum die drei Götter. Er berichtet ihnen, dass er sich Sorgen um Shen Te macht — sie sei überfordert und allein. Wang bittet die Götter um Hilfe. Doch die lehnen ab. Sie sagen, dass sie nur beobachten dürfen und nicht in das Leben der Menschen eingreifen können. Die Götter verschwinden, ohne etwas zu unternehmen.

Szene 7 — Hof hinter Shen Te’s Tabakladen

Hinter dem Tabakladen packt Shen Te ihre Sachen. Sie hat sich von Yang Sun getrennt und will den Laden an Frau Mi Tzü verkaufen. Der Barbier Shu Fu erscheint und überreicht ihr einen Blankoscheck. Er verlangt keine Gegenleistung. Nachdem Shu Fu gegangen ist, merkt Shen Te, dass sie schwanger ist. Sie verwandelt sich wieder in Shui Ta.

In den Häusern von Shu Fu richtet Shui Ta eine Tabakfabrik ein. Dort gibt er vielen früheren Bittstellern Arbeit. Den geplanten Ladenverkauf sagt er ab und übergibt der Hausbesitzerin den ausgefüllten Scheck für die Miete.

Zwischenspiel 6 — Wangs Nachtlager

Wang träumt erneut von den Göttern. Er berichtet ihnen, dass Shen Te wieder große Probleme hat, obwohl sie sich bemüht, gut zu bleiben. Er bittet sie darum, ihre Ansprüche an sie zu senken.

Doch die Götter lehnen ab. Sie sagen, dass ihre Regeln unverändert bleiben müssen und jede Hilfe ausgeschlossen ist.

Szene 8 — Shui Ta’s Tabakfabrik

In der Tabakfabrik, die von Shui Ta geführt wird, arbeiten viele Menschen unter strengen Bedingungen.

Suns Mutter spricht zum Publikum. Sie berichtet, dass ihr Sohn nun in der Fabrik arbeitet. Er hat sich von einem einfachen Arbeiter zum Aufseher hochgearbeitet. Laut seiner Mutter hat er sich in dieser Zeit stark verändert.

Szene 9 — Shen Te’s Tabakladen

Der ehemalige Tabakladen ist jetzt ein elegantes Büro. Shui Ta führt dort das Geschäft. Die Teppichhändler, bei denen Shen Te 200 Silberdollar geliehen hatte, erscheinen und wollen mit ihr sprechen. Doch sie erfahren, dass Shen Te seit Wochen nicht mehr gesehen wurde.

Yang Sun taucht auf und warnt Shui Ta: Die Fabrik verstoße gegen Vorschriften, und die Polizei droht mit Schließung. Shui Ta will daraufhin zusätzliche Räume von Shu Fu übernehmen.

Wang vermutet, dass Shen Te etwas zugestoßen ist. Er erzählt Sun, dass sie schwanger sei. Gemeinsam gehen sie zur Polizei. Dort wird Shui Ta verhaftet — unter Mordverdacht an Shen Te. Ihre Kleidung wurde in seinem Besitz gefunden.

Zwischenspiel 7 — Wangs Nachtlager

Wang träumt erneut — diesmal zum letzten Mal — von den drei Göttern. Er berichtet ihnen, dass Shen Te verschwunden ist und ihr Vetter Shui Ta verhaftet wurde, weil man glaubt, er habe sie getötet. Die Götter sind entsetzt über die Wendung der Ereignisse. Sie kündigen an, Shen Te nun selbst aufsuchen zu wollen.

Szene 10 — Gerichtslokal

Shui Ta steht im Gerichtssaal. Die drei Götter treten als Richter auf.

Viele Bewohner von Sezuan beschuldigen ihn: Er habe Shen Te verschwinden lassen, schlecht behandelt oder sogar ermordet. Shui Ta bricht zusammen und gibt sich vor Gericht als Shen Te zu erkennen.

Sie gesteht, dass sie sich nur als Vetter ausgegeben hat, um überleben zu können. Die Götter hören zu, doch sie wollen sich nicht eingestehen, dass ihre Gebote auf der Erde nicht funktionieren. Statt zu helfen, bezeichnen sie Shen Te als verwirrt und verlassen die Erde.

Epilog

Ein Schauspieler tritt vor den Vorhang. Er erklärt dem Publikum, dass das Stück kein klares Ende hat. Die Geschichte bleibt offen und es gibt keine Lösung.

Das Publikum wird deshalb aufgefordert, selbst über das Gesehene nachzudenken: Wie kann ein guter Mensch in einer ungerechten Welt bestehen?

Der gute Mensch von Sezuan — Literarische Gattung

Das Werk „Der gute Mensch von Sezuan“ vereint Merkmale aus zwei literarischen Gattungen: Drama und Epik. Äußerlich ist es ein Drama, da es aus Dialogen, Szenen und Regieanweisungen besteht und auf der Bühne aufgeführt werden kann. Gleichzeitig enthält es aber auch epische Elemente wie Zwischenspiele und direkte Publikumsansprachen.

Diese Mischung ist typisch für das epische Theater, das Bertolt Brecht entwickelt hat. Im Mittelpunkt steht hier nicht das Mitfühlen, sondern das Mitdenken. Statt das Publikum emotional zu fesseln, will Brecht, dass du die Handlung kritisch hinterfragst. Dafür nutzt er den sogenannten Verfremdungseffekt:

  • Die Figuren sprechen direkt zum Publikum,
  • erzählen Ereignisse, anstatt sie nur zu spielen,
  • es gibt Zwischenspiele und Lieder,
  • und das Ende bleibt offen.

Tipp: Wenn du wissen willst, wie das epische Theater genau funktioniert, dann schau dir auch unseren Beitrag dazu an.

Der gute Mensch von Sezuan — Zeitgeschichtliche Einordnung

Du kannst das Drama „Der gute Mensch von Sezuan“ in die Epoche der Exilliteratur einordnen. Nachdem 1933 die Nationalsozialisten die Macht übernommen hatten, gab es grundlegende Veränderung im sozialen Leben der Menschen. Beispielsweise schränkte man das Recht auf freie Meinungsäußerung und Pressefreiheit ein und vernichtete unerwünschte Werke. Als Reaktion auf die Ereignisse flohen viele ins Ausland, darunter auch Brecht.

Die Hilflosigkeit gegen das Regime und seine Skrupellosigkeit spiegelt der Autor in „Der gute Mensch von Sezuan“ wider. Denn auch Shen Te ist in einer kapitalistischen Welt verloren. Ihre ausbeuterischen Mitmenschen zwingen sie dazu, ihre eigene Moral abzulegen und genauso skrupellos wie sie zu werden. Dafür nutzt sie Shui Ta.

Mit seinem Werk fordert Brecht die Zuschauer auf, sich selbst Gedanken darüber zu machen, wie sie ihr Leben gestalten wollen. Sie sollen genau wie Shen Te entscheiden, ob sie sich der Kaltherzigkeit der nationalsozialistischen Gesellschaft anschließen wollen oder ob sie sich für die Gutherzigkeit stark machen wollen.

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Der gute Mensch von Sezuan — Interpretation

Die grundlegende Frage des Stücks ist die Frage nach einem Leben, das moralisch vertretbar ist, aber einen trotzdem nicht in den eigenen Ruin treibt. Genau diesem Dilemma ist auch Shen Te ausgesetzt. Sie möchte ethisch korrekt handeln und anderen Mensch helfen, stellt aber schnell fest, dass sie dadurch selbst Probleme bekommt. Sie muss sich zwischen ihren eigenen Bedürfnissen und ihrer Nächstenliebe entscheiden.

Dabei verkörpert die Doppelrolle Shen Te’s die sich widersprechenden Bedürfnisse. Schlussendlich erkennt sie, dass in einer kapitalistischen Gesellschaft, in der jeder nur auf seinen eigenen Gewinn fokussiert ist, ein gutes Herz fehl am Platz ist. Der Verlauf der Handlung bestätigt, dass ein Mensch nicht gut und zugleich wohlhabend sein kann. Das ist auch der Grund, warum Shen Te ihren kaltherzigen Cousin Shui Ta erfindet.

Außerdem macht sich das Drama über die Figuren der drei Götter lustig. Sie sind weder allwissend noch allmächtig. Auch die Tatsache, dass sie Shen Te ohne eine Lösung für ihre Probleme zurücklassen zeigt, dass die Götter unbrauchbar sind.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die Frage nach dem wahrhaftig guten Menschen bis zum Ende offen bleibt. Es ist unklar, ob es so einen Menschen überhaupt gibt.

Wenn du noch andere Interpretationsansätze brauchst, dann schau dir unseren Beitrag dazu an!

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