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Medizin, Physik und Chemie: Diese Studiengänge werden häufig als besonders schwierig angesehen. In diesem Beitrag und im Video zeigen wir dir die Top 10 der schwersten Studiengänge!

Inhaltsübersicht

Die schwersten Studiengänge — Top 10

Welcher Studiengang der schwerste ist, lässt sich oft nicht eindeutig messen. Entscheidend sind unter anderem die Stoffmenge, der Lernaufwand, die Prüfungsform und die Abbruchquote

Die folgende Übersicht zeigt dir die Top 10 Studiengänge, die in Deutschland als besonders herausfordernd gelten:

Studiengang Schwierigkeit
Medizin Extrem große Stoffmenge, lange Ausbildungsdauer und anspruchsvolle Staatsexamina
Jura Sehr umfangreicher Lernstoff und zwei Staatsexamina mit hohem Leistungsdruck
Maschinenbau Hoher Mathematik- und Physikanteil sowie komplexe technische Zusammenhänge
Mathematik Abstraktes Denken, viele Beweise und ein großer Unterschied zur Schulmathematik
Physik Anspruchsvolle Kombination aus Mathematik, Theorie und praktischer Anwendung
Elektrotechnik Schwierige mathematische Grundlagen und komplexe technische Systeme
Chemie Hoher Laboraufwand, theoretische Grundlagen und umfangreiche Prüfungen
Informatik Abstrakte Konzepte, Programmierung und mathematisches Denken
Architektur Hoher Zeitaufwand durch Entwürfe, Projekte und technische Anforderungen
Psychologie Hoher Lernumfang, Statistikanteil und anspruchsvolle Zulassungssituation

Im nächsten Schritt schauen wir uns die Studiengänge im Detail an. Dort erfährst du, was sie so anspruchsvoll macht und welche Perspektiven dich erwarten — außerdem verlinken wir dir passende Beiträge, falls du mehr Informationen brauchst.

1. Medizin

Dauer: ca. 6 Jahre Studium + Facharztausbildung
🎓 NC: 1,0–1,3
📉 Abbruchquote: ca. 10–15 %
💰 Einstiegsgehalt: ca. 56.000–62.000 € brutto/Jahr

Medizin gehört zu den Studiengängen mit den höchsten Zulassungshürden in Deutschland. Doch nicht nur die Zulassung ist anspruchsvoll: Während des Studiums erwarten dich eine sehr große Menge an Lernstoff, ein hoher Leistungsdruck sowie zahlreiche Pflichtveranstaltungen und Praktika.

Perspektiven nach dem Studium: Ärztinnen und Ärzte werden in vielen Bereichen gesucht und können sich beispielsweise in Kliniken, Praxen, Forschung oder der Pharmaindustrie weiterentwickeln.

Tipp: Ein hoher Numerus Clausus (NC) bedeutet nicht automatisch, dass ein Studiengang besonders anspruchsvoll ist — er zeigt dir vor allem die Nachfrage nach den verfügbaren Studienplätzen.

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2. Jura

Dauer: ca. 8–9 Jahre Studium + Referendariat
🎓 NC: 1,3–2,0
📉 Abbruchquote: ca. 25–30 %
💰 Einstiegsgehalt: ca. 60.000–73.000 € brutto/Jahr

Im Jura-Studium lernst du vor allem wie du gesetzesbasiert argumentierst. Dabei brauchst du besonders analytisches Denken, eine strukturierte Herangehensweise und die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte zu verstehen und rechtlich einzuordnen. Eine besondere Herausforderung sind die umfangreichen Lerninhalte und die Staatsexamina, auf die du dich über mehrere Jahre vorbereiten musst.

Perspektiven nach dem Studium: Neben klassischen Berufen wie Richter, Staatsanwalt oder Rechtsanwalt arbeiten viele Juristinnen und Juristen auch in Unternehmen, Behörden oder der Beratung.

3. Maschinenbau

Dauer: ca. 5 Jahre (Bachelor + Master)
🎓 NC: meist zulassungsfrei
📉 Abbruchquote: ca. 35–45 %
💰 Einstiegsgehalt: ca. 40.000–45.000 € brutto/Jahr

Für Maschinenbau brauchst du umfangreiche Mathematik- und Physikkenntnisse. Besonders die Grundlagenfächer zu Beginn des Studiums stellen für viele Studierende eine große Herausforderung dar. Dazu gehören beispielsweise höhere Mathematik, Technische Mechanik oder Thermodynamik. Neben Fachwissen sind auch logisches Denken und die Fähigkeit wichtig, komplexe technische Zusammenhänge zu verstehen.

Perspektiven nach dem Studium: Du arbeitest beispielsweise in der Automobilindustrie, im Anlagenbau, in der Entwicklung oder im technischen Management.

4. Mathematik

Dauer: ca. 5 Jahre (Bachelor + Master)
🎓 NC: meist zulassungsfrei
📉 Abbruchquote: ca. 55–65 %
💰 Einstiegsgehalt: ca. 47.000–55.000 € brutto/Jahr

Mathematik gilt als besonders anspruchsvoll, weil sich das Studium stark von der Schulmathematik unterscheidet. Statt hauptsächlich Rechenaufgaben zu lösen, lernst du abstrakte Konzepte, logische Beweise und theoretisches Denken. Das Mathematik-Studium hat die höchste Abbruchquote, da du komplexe Inhalte wie Analysis und Lineare Algebra in kurzer Zeit auf einem sehr hohen Niveau lernen musst.

Perspektiven nach dem Studium: Du arbeitest unter anderem in der Finanzbranche, IT, Forschung, Versicherungswirtschaft oder Datenanalyse.

5. Physik

Dauer: 5 Jahre (Bachelor + Master)
🎓 NC: meist zulassungsfrei
📉 Abbruchquote: ca. 45–55 %
💰 Einstiegsgehalt: ca. 40.000–50.000 € brutto/Jahr

Physik gehört zu den theoretisch anspruchsvollsten Studiengängen, da du komplexe mathematische Modelle und naturwissenschaftliche Zusammenhänge miteinander verbindest. Besonders herausfordernd sind Module wie höhere Mathematik, Quantenmechanik, Elektrodynamik oder Theoretische Physik. Viele Studierende unterschätzen zu Beginn den hohen mathematischen Anteil und den schnellen Einstieg in abstrakte Konzepte, was zu einer vergleichsweise hohen Abbruchquote führt.

Perspektiven nach dem Studium: Nach dem Abschluss hast du vielfältige Möglichkeiten in Forschung, Entwicklung, Technologieunternehmen oder Bereichen wie IT und Datenanalyse.

6. Elektrotechnik

Dauer: 5 Jahre (Bachelor + Master)
🎓 NC: meist zulassungsfrei
📉 Abbruchquote: ca. 40–50 %
💰 Einstiegsgehalt: ca. 58.000–64.000 € brutto/Jahr

Elektrotechnik verbindet mathematische Grundlagen mit komplexen technischen Systemen. Besonders anspruchsvoll sind Module wie höhere Mathematik, Elektrotechnik, Signalverarbeitung oder Regelungstechnik. Gerade die Grundlagenfächer sind eine große Herausforderung, da du mathematische Konzepte oft direkt auf technische Anwendungen übertragen musst.

Perspektiven nach dem Studium: Absolventinnen und Absolventen werden unter anderem in Energieversorgung, Automatisierung, Fahrzeugtechnik, Telekommunikation und Halbleiterindustrie gesucht.

7. Chemie

Dauer: 5 Jahre (Bachelor + Master)
🎓 NC: meist zulassungsfrei
📉 Abbruchquote: ca. 40–50 %
💰 Einstiegsgehalt: ca. 50.000–55.000 € brutto/Jahr

Für das Chemiestudium ist der Zugang an vielen Hochschulen relativ offen, häufig gibt es keinen oder nur einen niedrigen NC. Die Schwierigkeit liegt vor allem in der Kombination aus theoretischen Grundlagen, Mathematik und praktischer Laborarbeit. Module wie Organische Chemie, Physikalische Chemie oder Quantenchemie sind schwierig, da du komplexe Zusammenhänge verstehen und gleichzeitig präzise experimentell arbeiten musst. Der hohe Lern- und Zeitaufwand kann ebenfalls sehr herausfordernd sein.

Perspektiven nach dem Studium: Karrierewege in der chemischen Industrie, Forschung, Pharmaunternehmen oder im Bereich Umwelt- und Materialwissenschaften.

8. Informatik

Dauer: 5 Jahre (Bachelor + Master)
🎓 NC: 1,5 – 2,8
📉 Abbruchquote: ca. 40–50 %
💰 Einstiegsgehalt: ca. 45.000–55.000 € brutto/Jahr

Informatik wird oft unterschätzt, da das Studium deutlich mehr umfasst als Programmieren. Besonders Algorithmen, Mathematik, theoretische Informatik und komplexe technische Konzepte machen das Fach anspruchsvoll. Gerade zu Beginn musst du schnell lernen, abstrakt zu denken und Probleme systematisch zu lösen. Viele unterschätzen außerdem den hohen Anteil an Mathematik und die theoretischen Grundlagen, die für das Verständnis moderner Computersysteme notwendig sind.

Perspektiven nach dem Studium: Du arbeitest in Bereichen wie Softwareentwicklung, IT-Sicherheit, künstlicher Intelligenz oder Datenanalyse.

9. Architektur

Dauer: 5 Jahre (Bachelor + Master)
🎓 NC: 1,5 – 3,5
📉 Abbruchquote: ca. 30–40 %
💰 Einstiegsgehalt: ca. 40.000–46.000 € brutto/Jahr

Architektur gilt als anspruchsvoll, weil du kreative Entwürfe mit technischen, mathematischen und rechtlichen Anforderungen verknüpfst. Neben Fachwissen sind auch Kreativität, räumliches Denken und gutes Zeitmanagement gefragt. Der hohe Zeitaufwand durch Projekte, Modelle und Abgaben stellt für viele Studierende eine besondere Herausforderung dar.

Perspektiven nach dem Studium: Als Absolvent oder Absolventin arbeitest du in Architekturbüros, Bauunternehmen, Stadtplanung oder Projektentwicklung.

10. Psychologie

Dauer: 5 Jahre (Bachelor + Master)
🎓 NC: 1,0–1,5
📉 Abbruchquote: ca. 10–20 %
💰 Einstiegsgehalt: ca. 30.000–38.000 € brutto/Jahr

Der Zugang zum Psychologie-Studium  ist aufgrund der hohen Nachfrage häufig schwierig. Die eigentliche Herausforderung liegt jedoch weniger in der Zulassung, sondern vor allem in den umfangreichen wissenschaftlichen Inhalten. Im Studium beschäftigst du dich unter anderem mit Statistik, Forschungsmethoden, biologischer Psychologie und komplexen psychologischen Theorien. Dabei musst du statistische und methodische Inhalte schnell verstehen und anwenden können.

Perspektiven nach dem Studium: Du arbeitest in Bereichen der klinischen Psychologie, Personalwesen, Forschung, Beratung oder Marktforschung.

Wichtig: Für die Tätigkeit als Psychotherapeutin oder Psychotherapeut brauchst du eine zusätzliche Weiterbildung!

Duales Studium: Wird es dadurch schwieriger?

Viele Studiengänge kannst du auch dual studieren. Dabei kombinierst du ein Hochschulstudium mit praktischer Arbeit in einem Unternehmen.

Ein duales Studium bietet dir einige Vorteile: Du sammelst schon während des Studiums Berufserfahrung, verdienst Geld und knüpfst Kontakte zu einem Unternehmen. Dadurch hast du nach dem Abschluss oft einen leichteren Einstieg ins Berufsleben.

Allerdings bringt ein duales Studium auch zusätzliche Herausforderungen mit sich. Durch die Kombination aus Studium und Arbeit ist der Zeitaufwand höher und du musst Lernphasen, Prüfungen und Arbeitsalltag gut organisieren.

Passt ein schwerer Studiengang zu dir?

Ein anspruchsvoller Studiengang bedeutet nicht automatisch, dass er nicht zu dir passt! Ob dir ein Fach schwerfällt, hängt von verschiedenen Faktoren ab — zum Beispiel von deinen persönlichen Stärken, Interessen und Lerngewohnheiten.

Diese Fragen helfen dir bei der Entscheidung:

  • Interesse: Beschäftigst du dich gerne mit den Themen des Studiengangs — auch wenn sie schwierig werden?
  • Stärken: Liegen deine Fähigkeiten eher bei Mathematik und Logik, beim Auswendiglernen, bei Kreativität oder beim praktischen Arbeiten?
  • Lernaufwand: Bist du bereit, regelmäßig viel Zeit in Vorlesungen, Übungen und Vorbereitung zu investieren?
  • Berufsziel: Passt der Studiengang zu deinen späteren Vorstellungen und Karriereplänen?

Lass dich von den Anforderungen an einen Studiengang also nicht direkt abschrecken!

Studienwahl verstehen

Die schwersten Studiengänge gehören zur Studienwahl und spielen für viele vor dem Abitur eine wichtige Rolle. Wer sich mit der Studienwahl beschäftigt, vergleicht Fächer, Abschlüsse, Zugangsvoraussetzungen und den Aufbau eines Studiums. So wird klar, wie sich Anforderungen, Dauer und spätere Berufe nach dem Studium unterscheiden. Zu diesem Thema und mehr findest du passende Videos in unseren Studientipps.

Lernen lohnt sich! Entdecke hier deine Chancen.