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Ein Heim hinter Zäunen? — Gated Communitys werden in den USA immer beliebter. Was sie ausmacht und ob das auch ein Modell für Deutschland sein kann, erfährst du hier und im Video .

Inhaltsübersicht

Was ist eine Gated Community?

Gated Communitys sind Wohngebiete, die durch Tore, Zäune oder Mauern von der Außenwelt abgetrennt sind. Zusätzlich gibt es oft besondere Sicherheitsmaßnahmen wie Wachpersonal oder Überwachungskameras.

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Eine Gated Community in Vancouver, Kanada

Die Idee dahinter ist, dass die Menschen, die dort wohnen, sich sicherer fühlen können. Innerhalb der Gated Communitys gibt es oft gemeinsame Einrichtungen wie Parks, Geschäfte oder Schulen, die nur für die Bewohner und ihre Gäste zugänglich sind. Dadurch entsteht oft ein starkes Gemeinschaftsgefühl.

Geschichte von Gated Community

Den Grundstein für Gated Communitys legte Llewellyn Park im Jahr 1857 in New Jersey. Es wurde als eine Art romantische Vorstadt gestaltet und sollte einen Rückzugsort vom städtischen Leben bieten. Im Fokus standen dann der Komfort und Luxus. Das ist auch noch bis heute die Hauptmotivation für die eingezäunten Wohnviertel in den USA.

Dort gibt es heute ungefähr 50.000 Gated Communitys, die sich stark nach den Bedürfnissen ihrer Bewohner unterscheiden. So gibt es etwa Lifestyle Communitys oder auch Wohngebiete für ausschließlich ältere Menschen.

Übrigens: Der „Beverly Park“ in den Vereinigten Staaten ist wohl eine der bekanntesten Gated Communitys, da dort zahlreiche Stars leben.

In Gegensatz dazu entstehen solche bewachten Wohnviertel in Entwicklungsländern und Schwellenländern hauptsächlich aufgrund des Bedürfnisses nach Sicherheit.

Studyflix vernetzt: Hier ein Video aus einem anderen Bereich

Gated Communitys in Deutschland

Der Schwerpunkt in deutschen Gated Communitys liegt mehr auf Privatsphäre und Sicherheit und nicht auf dem Statussymbol. Außerdem sind sie in Deutschland weniger verbreitet und bilden eher eine Ausnahme im Wohnungsmarkt.

Ein Beispiel für ein solches eingezäuntes Wohnviertel in Deutschland ist der Barbarossapark in Aachen. Die Anlage ist bekannt für ihre hochwertigen Wohnungen und Häuser und liegt direkt in der Innenstadt.  

Kritik

Gated Communitys stehen häufig in der Kritik. Hier findest du drei häufig genannte Kritikpunkte:

  • Soziale Abgrenzung und Exklusivität: Gated Communitys trennen ihre Bewohner durch Mauern und Zäune von der restlichen Gesellschaft. Das kann zu einer verstärkten Kluft zwischen verschiedenen sozialen Schichten führen. Denn die bewachten Wohnanlagen sind oft nur für wohlhabende Bevölkerungsgruppen erschwinglich.
     
  • Reduzierung des öffentlichen Raums und der Zugänglichkeit: Gated Communitys können den Zugang zu bestimmten Gebieten einschränken, die zuvor für die Allgemeinheit zugänglich waren. So müssen Nicht-Bewohner nun einen Umweg um den abgeschlossenen Bereich nehmen.
     
  • Einfluss auf die Integration: Durch die eingezäunten Wohnanlagen kann auch die soziale Einbindung und Integration beeinträchtigt werden. Vor allem niedrige Gesellschaftsschichten leiden oft darunter. Aufgrund der Abschottung kommen Bewohner der Gated Communitys nämlich weniger in Kontakt mit anderen Gesellschaftsschichten.

Soziale Ungleichheit

In Gated Communitys können sich wohlhabende Personen von anderen Gesellschaftsschichten abschirmen. Das ist ein Ausdruck von sozialer Ungleichheit. Was das genau ist und welche Gründe das hat, erfährst du hier!

Zum Video: Soziale Ungleichheit
Zum Video: Soziale Ungleichheit

Gated Community — häufigste Fragen

(ausklappen)
  • Wer darf in eine Gated Community hinein?
    Eine Gated Community ist ein durch Tore, Zäune oder Mauern abgeschlossener Wohnbereich. In eine Gated Community dürfen in der Regel nur die Bewohner und ihre angemeldeten Gäste hinein, weil das Wohngebiet durch Tore, Zäune oder Mauern abgetrennt ist. Oft kontrollieren Wachpersonal oder Kameras den Zugang, sodass Fremde normalerweise draußen bleiben und nur nach Erlaubnis passieren.
  • Warum wollen viele Menschen in den USA in einer Gated Community wohnen?
    Viele Menschen in den USA wollen in einer Gated Community wohnen, weil sie dort vor allem mehr Komfort und Luxus als Rückzugsort vom städtischen Leben erwarten. Außerdem fühlen sich viele durch Zäune, Tore und Sicherheitsmaßnahmen sicherer. Gemeinsame Einrichtungen wie Parks oder Geschäfte können das Wohnen zusätzlich bequem machen.
  • Warum gelten Gated Communities als Zeichen sozialer Ungleichheit?
    Gated Communities gelten als Zeichen sozialer Ungleichheit, weil sie oft nur für wohlhabende Menschen bezahlbar sind und diese sich damit räumlich von anderen abgrenzen. Durch Mauern und kontrollierte Zugänge entsteht Exklusivität. Dadurch kommen Bewohner häufig weniger mit anderen Gesellschaftsschichten in Kontakt, was die Kluft verstärken kann.
  • Was ist der Unterschied zwischen Gated Communities in den USA und in Entwicklungs- und Schwellenländern?
    Der Unterschied zwischen Gated Communities in den USA und in Entwicklungs- und Schwellenländern liegt vor allem in den Gründen: In den USA steht meist Komfort und Luxus im Vordergrund. In Entwicklungs- und Schwellenländern entstehen solche abgeschlossenen Wohngebiete dagegen häufiger, weil Bewohner sich vor allem mehr Sicherheit wünschen.

Stadtentwicklung verstehen

Gated Communitys sind abgeschlossene Wohngebiete und ein Beispiel für Stadtentwicklung in vielen Ländern. Du vergleichst verschiedene Wohnformen und schaust, wie Sicherheit, Wohlstand und Abgrenzung Städte prägen. So wird klar, warum Wohngebiete nicht nur Orte zum Leben sind, sondern auch soziale Unterschiede sichtbar machen. Weitere Videos dazu findest du in unserem Erdkundebereich.

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