Dir ist noch nicht ganz klar, worum es bei der Price-Earnings-Ratio geht?
Wir erklären dir hier, wie man diese berechnet!
Inhaltsübersicht
Preis pro Gewinneinheit
Die Price-Earnings Ratio ist eine Kennzahl, die den Preis angibt, den du für eine Einheit Gewinn bezahlen musst. Ihr liegt die Idee zugrunde, dass sich der Kurswert einer Aktie proportional zum Nettogewinn verhält. Dieser Ansatz wird in der Praxis häufig verwendet, um relativ über- oder unterbewertete Unternehmen und ein Vergleichsunternehmen zu bewerten.
Die P durch E Ratio wird mit der Formel „Aktienkurs durch EPS“ bestimmt. Die EPS hast du ja im letzten Video schon genauer kennen gelernt.
Beispiel
Schauen wir zur Price-Earnings-Ratio eine Beispielaufgabe an. Dein unverschuldetes Unternehmen U möchte eigene Aktien zurückkaufen. Derzeit sind 40 Millionen Aktien zu einem Kurs von je 5 Euro im Umlauf. Für den Rückkauf nimmst Du 10 Millionen Euro zu 10 Prozent Zinsen pro Jahr auf. Dein jährlicher, erwarteter Periodenüberschuss ist 16 Millionen Euro.
Zunächst berechnen wir die Price-Earnings Ratio vor dem Rückkauf:
Dazu ermitteln wir zuerst die Earnings per share, also den Nettogewinn durch die Aktienanzahl. Also 16 Millionen durch 40 Millionen. Das Ergebnis ist 0,4.
Dann wenden wir die Formel zur Bestimmung der Price Earnings Ratio, also Aktienkurs geteilt durch EPS, an. Es ergibt sich: 5 geteilt durch 0,4 gleich 12,5.
Und wie sieht es nach dem Rückkauf aus?
Du kaufst Aktien im Wert von 10 Millionen Euro zurück. Also 2 Millionen Aktien, da eine Aktie 5 Euro kostet. Es sind somit noch 38 Millionen Aktien im Umlauf. Deren Gesamtmarktwert liegt bei 190 Millionen.
Der Aktienkurs bleibt unverändert, da „190 geteilt durch 38“ ebenfalls 5 Euro als Kurs für eine Aktie ergibt.
Die Price earnings ratio berechnen wir dann mit „Aktienkurs nach Rückkauf mal neue Aktienanzahl geteilt durch Periodenüberschuss minus Fremdkapitalrentabilität mal Nominalwert des Fremdkapitals“. In Zahlen: 5 mal 38 geteilt durch 16 minus 0,1 mal 10. Das Ergebnis ist 12,6 Periode. Durch den Rückkauf hat sich also der Preis von 12,5 auf 12,6 für eine Einheit Gewinn erhöht.
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Price-Earnings-Ratio — häufigste Fragen
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Price-Earnings-Ratio — häufigste Fragen
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Ist PE Ratio das Gleiche wie KGV?„PE Ratio“ und „KGV“ bezeichnen dieselbe Kennzahl. „PE Ratio“ ist die englische Abkürzung für „Price-Earnings-Ratio“, „KGV“ die deutsche Bezeichnung „Kurs-Gewinn-Verhältnis“. Inhaltlich geht es in beiden Fällen um den Preis pro Gewinneinheit.
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Welches KGV ist gut?Ein „gutes“ KGV gibt es nicht als feste Zahl, weil es stark von Branche, Wachstumserwartungen und Gewinnstabilität abhängt. Ein niedrigeres KGV wirkt oft günstiger, kann aber auch bedeuten, dass der Markt geringe Gewinne erwartet oder Risiken sieht. Sinnvoll ist vor allem der Vergleich mit ähnlichen Unternehmen.
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Was bedeutet ein negatives KGV?Ein negatives KGV bedeutet, dass der Gewinn (und damit das EPS) negativ ist, also ein Verlust vorliegt. Dann wird aus „Kurs durch Gewinn je Aktie“ rechnerisch eine negative Zahl. Als Bewertungskennzahl ist ein negatives KGV meist wenig aussagekräftig, weil kein positiver Gewinn „bepreist“ wird.
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Warum zieht man bei einem Aktienrückkauf die Zinskosten vom Gewinn ab, bevor man das KGV berechnet?Man zieht die Zinskosten ab, weil der Aktienrückkauf hier mit Fremdkapital finanziert wird und die Zinsen den Gewinn verringern, der den Aktionären nach dem Rückkauf tatsächlich noch bleibt. Für das KGV soll deshalb der Gewinn nach Finanzierungskosten verwendet werden, damit „Preis pro Gewinneinheit“ zur neuen Situation passt.
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Aktienkennzahlen verstehen
Die Price-Earnings-Ratio ist eine wichtige Kennzahl zur Einordnung von Aktien und Unternehmenswerten. Wer sich mit Aktienkennzahlen beschäftigt, rechnet mit Größen wie Gewinn, Kurs und Stückzahl und vergleicht Unternehmen miteinander. So erkennst du, wie sich Veränderungen im Unternehmen auf Kennzahlen auswirken und wie du Ergebnisse sinnvoll einordnest. Weitere Videos dazu findest du in unserem Wirtschaftsbereich.