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Agnostiker glauben weder, dass es Gott gibt, noch, dass es ihn nicht gibt. Wie das gehen kann, erfährst du hier und in unserem Video !

Inhaltsübersicht

Was ist ein Agnostiker?

Gibt es einen Gott? Diese Frage stellen sich die meisten Menschen wohl irgendwann. Agnostiker sagen: Das kann man nicht wissen!

Sie sind der Meinung, dass sich die Frage nach der Existenz oder Nichtexistenz eines Schöpfers nicht beantworten lässt.

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Agnostizismus Symbol

Agnostiker vertreten außerdem die Haltung, dass ein Mensch nur dann behaupten sollte, etwas zu wissen, wenn er auch wissenschaftliche Gründe dafür hat.

Woran glauben Agnostiker?

Agnostische Menschen lehnen also Religion nicht grundsätzlich ab. Sie fordern nur Beweise dafür. Das geht allerdings gegen viele Religionen. Im Christentum sollte ein Gläubiger sein Leben zum Beispiel nach Gott richten, ohne Beweise zu brauchen. 

Viele Agnostiker sagen, dass die Existenz einer höheren Macht, eines Gottes, oder mehrerer Götter zwar grundsätzlich angenommen werden kann — aber nicht rational erklärbar ist, oder gar bewiesen werden kann. Denn sie denken, dass der Mensch zu begrenzt in seinem Verstehen und Begreifen ist. 

Andere sagen wiederum, dass es vielleicht irgendwann wissenschaftliche Möglichkeiten geben wird, die Frage nach der Existenz einer höheren Macht zu beantworten, aber eben nicht heute.

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Was ist der Unterschied zwischen Atheist und Agnostiker?

Für viele Gläubige sind Agnostiker deshalb einfach Ungläubige. Ganz so einfach ist das aber nicht. 

  • Denn Gläubige sind der Überzeugung, dass es einen Gott, Götter oder eine entsprechende schöpferische Kraft gibt. Sie beantworten die Frage, ob es eine höhere Macht gibt, mit einem klaren „Ja”.
     
  • Atheisten sind hingegen der Überzeugung, dass es keinen Gott oder Götter gibt. Sie beantworten die Frage „Gibt es einen Gott?“ klar mit „Nein.
     
  • Agnostiker stehen allerdings dazwischen. Sie beantworten die Frage, ob es einen Gott gibt, mit „Das kann ich nicht wissen. Für sie schließt das Nicht-wissen-können den Glauben an einen Gott allerdings nicht aus.

Seit wann gibt es den Agnostizismus?

Den Agnostizismus als Weltanschauung gibt es schon sehr lange. Bereits circa 450 v. Chr. soll der griechische Philosoph Protagoras gesagt haben: „Was die Götter angeht, so ist es mir unmöglichzu wissen, ob sie existieren oder nicht“.

Der Begriff Agnostizismus wurde hingegen 1869 durch den Biologen Thomas H. Huxley geprägt. Für ihn bedeutete Agnostizismus, „dass ein Mensch nicht sagen sollte, dass er etwas weiß oder glaubt, für das er keine wissenschaftlichen Gründe hat, zu behaupten, es zu wissen oder zu glauben.“

In dem Wort steckt die Vorsilbe „a“ (= nicht) und „gnosis“ (= Wissen). Es bedeutet so viel wie die „Lehre vom Nicht-Wissen.

Übrigens: Huxley war ein guter Freund von Charles Darwin,  dem Begründer des Darwinismus.

Wer sind bekannte Agnostiker?
  • Charles Darwin: Der britische Evolutionstheoretiker vertrat auch selbst agnostische Ansichten und diskutierte die Schwierigkeiten des Glaubens in seinen Schriften.
  • Winston Churchill: Auch der frühere britische Premier-Minister war ein selbsternannter „optimistischer Agnostiker“. Das heißt, er behielt sich die Hoffnung, dass es vielleicht einen Gott geben könnte.
  • Albert Einstein: Der Physiker war bekannt für seine agnostischen Ansichten . Er glaubte zwar an eine Art übergeordnete Intelligenz im Universum, aber nicht an einen Gott im traditionellen Sinne.
  • Brad Pitt: Der berühmte Schauspieler bezeichnet sich selbst zu „20 % als Atheisten und zu 80 % als Agnostiker“.
  • Daniel Radcliffe: Und auch der Harry Potter-Schauspieler sagt, er sei ein Agnostiker mit Tendenz zum Atheismus.

Atheismus

Den Unterschied zwischen Agnostikern und Atheisten kennst du jetzt. Wenn du mehr über den Atheismus und das Leben ohne Götter erfahren willst, schau gleich hier vorbei.

Zum Video: Atheismus
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Agnostiker — häufigste Fragen

(ausklappen)
  • Was ist ein Gegenteil von agnostisch?
    In der Gottesfrage meint man mit dem Gegenteil von agnostisch meist gläubig: Gläubige sind überzeugt, dass es Gott gibt. Agnostische Menschen halten die Frage dagegen für nicht sicher beantwortbar heute.
  • Was ist der Unterschied zwischen einem Atheisten und einem Agnostiker?
    Ein Atheist ist überzeugt, dass es keinen Gott oder keine Götter gibt, und antwortet auf die Frage nach Gott mit Nein. Ein Agnostiker sagt, dass man das nicht wissen kann, und schließt einen Glauben an Gott trotzdem nicht aus.
  • Sind Agnostiker Christen?
    Agnostiker sind nicht automatisch Christen, weil Christsein normalerweise heißt, an den christlichen Gott zu glauben. Agnostisch zu sein bedeutet, dass man nicht behauptet, sicher zu wissen, ob Gott existiert. Deshalb passt strenger Agnostizismus schlecht zu festem christlichem Glauben, auch wenn jemand kulturell zur Kirche gehört.

Weltanschauungen verstehen

Der Agnostiker gehört zu den Weltanschauungen und beschreibt eine Haltung zur Frage nach Gott und Glauben. Wer sich mit Weltanschauungen beschäftigt, vergleicht verschiedene Sichtweisen auf Religion, Wissen und das Leben. Dabei wird klar, wie sich gläubige, atheistische und agnostische Positionen unterscheiden und worauf sie ihre Sicht stützen. Weitere Videos dazu findest du in unserem Allgemeinwissensbereich.

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