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Glaubensrichtungen gibt es viele. Hier und in unserem Video erfährst du mehr über den Glauben der Baptisten.

Inhaltsübersicht

Was sind Baptisten?

Baptisten sind eine evangelisch-christliche Glaubensgemeinschaft. In Deutschland gehören viele dem Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) an. Es gibt auch viele freie Baptistengemeinden, die nicht dem BEFG angehören.

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Symbol der Baptisten

Eine besonders zentrale Rolle spielt im Baptismus die Taufe. Das zeigt auch der Name: „Baptist“ wird von dem altgriechischen Wort babtizein (untertauchen, taufen) abgeleitet.

In Deutschland gibt es im BEFG etwa 650 baptistische Gemeinden mit insgesamt rund 64.000 Mitgliedern (Stand: 2025).

Baptisten — Definition

Die Baptisten sind eine protestantische Freikirche, die ausschließlich die Gläubigentaufe praktiziert — also die Taufe auf persönliches Glaubensbekenntnis. Sie betonen außerdem die Unabhängigkeit jeder Ortsgemeinde und orientieren sich am Vorbild des Neuen Testaments.

Woran glauben Baptisten?

Baptisten sind Christen. Sie glauben an die Bibel als das Wort Gottes. Die Bibel gilt als Richtschnur für ihren Glauben und ihr Leben.

Auch das Glaubensbekenntnis spielt im Baptismus eine große Rolle. Bei ihnen heißt es „Rechenschaft vom Glauben“.

Außerdem glauben Baptisten, dass auch die Taufe ein aktives Bekenntnis des Glaubens sein sollte.

Woher kommt der Baptismus?
  • Den Baptismus gibt es schon seit Anfang des 17. Jahrhunderts. Er entstand in England.
  • Die erste Baptisten Gemeinde in Deutschland gründete der Kaufmann Johann Gerhard Oncken im Jahr 1834 in Hamburg.
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Wieso ist die Taufe bei den Baptisten so wichtig?

Baptisten werden deshalb erst dann getauft, wenn sie sich aktiv für ihren Glauben entscheiden. Das nennst du auch Gläubigentaufe. Familie und Gemeinde übermitteln dabei häufig ihre Glückwünsche zur Taufe.

Dabei werden ausschließlich Menschen getauft, die sich selbst für den Glauben an Jesus Christus entschieden haben. 

Wie unterscheiden sich Baptisten von anderen Religionen?

Die Gläubigentaufe ist einer der größten Unterschiede zur evangelischen und katholischen Kirche. Denn in den anderen Kirchen ist es üblich, dass Kinder schon als Säugling getauft werden. Die Eltern entscheiden also für das Kind. Das lehnt der Baptismus als unbiblisch ab.

Ein weiterer Unterschied ist, dass die Baptisten eine Freikirche sind. Die baptistischen Gemeinden verwalten und finanzieren sich selbst und jede Ortsgemeinschaft ist eigenständig. Sie befürworten die Trennung von Kirche und Staat.

Außerdem sind kirchliche Handlungen im Baptismus nicht nur Aufgabe von Pastoren oder Priestern. Auch normale Gemeindemitglieder können Gottesdienste übernehmen. Das nennst du auch „Priestertum aller Gläubigen“.

Trotzdem hat jede Gemeinde auch einen oder mehrere ausgebildete Pastoren. Das können sowohl Männer als auch Frauen sein.

Wie leben Baptisten?

In der Gemeinde leben Baptisten aktiv ihren Glauben an Gott und Jesus Christus. Gemeinsam lesen sie die Bibel und studieren, wie sich das Gelesene auf den Alltag übertragen lässt.

Auch die Verbreitung der evangelischen Lehre gehört zum Leben eines Baptisten. Sie sollen Bibelinhalte und die Kunde von Jesus Gnade verbreiten.

Auf der ganzen Welt haben die Baptisten viel Gutes bewirkt. Sie haben sich in den USA zum Beispiel aktiv für das Ende der Sklaverei eingesetzt. Ihr berühmtestes Mitglied war der Pastor Martin Luther King .

Wieso stehen Baptisten in der Kritik?

Allerdings stehen die Baptisten auch immer häufiger in der Kritik. Das liegt vor allem daran, dass einige Baptistengemeinden Homosexualität ablehnen und sich offen gegen die Segnung homosexueller Paare aussprechen.

Außerdem sind die einzelnen baptistischen Gemeinden sehr unabhängig. Das heißt leider auch, dass einzelne Gemeinden extremere Ansichten verbreiten können.

Unterschied katholisch und evangelisch

Die Baptisten sind eine evangelische Glaubensgemeinde. Aber was ist eigentlich der Unterschied zwischen katholisch und evangelisch? Das erfährst du hier.

Zum Video: Unterschied katholisch evangelisch
Zum Video: Unterschied katholisch evangelisch

Baptisten — häufigste Fragen

(ausklappen)
  • Was ist Baptismus?
    Baptismus ist eine evangelisch-christliche Freikirchenbewegung, zu der die Baptisten gehören. Kennzeichnend ist, dass man erst nach einer eigenen Glaubensentscheidung getauft wird. Außerdem sind die einzelnen Ortsgemeinden unabhängig und orientieren sich stark am Neuen Testament.
  • Worin unterscheiden sich Baptisten von anderen Christen?
    Baptisten unterscheiden sich von katholischen und vielen evangelischen Christen vor allem durch die Gläubigentaufe: Getauft werden nur Menschen, die sich bewusst zum Glauben bekennen. Außerdem sind baptistische Gemeinden Freikirchen, die sich selbst verwalten und finanzieren. Gottesdienste können auch Gemeindemitglieder gestalten, nicht nur Pastoren.
  • Sind Baptisten und Zeugen Jehovas das Gleiche?
    Baptisten und Zeugen Jehovas sind nicht das Gleiche. Baptisten sind protestantische Christen und taufen nur auf persönliches Glaubensbekenntnis. Zeugen Jehovas sind eine eigene Religionsgemeinschaft mit besonderen Lehren und einer stark zentralen Organisation. Man verwechselt beide manchmal, weil beide missionieren und Bibeltexte betonen.

Glaubensrichtungen verstehen

Baptisten sind eine christliche Glaubensrichtung und gehören zum Themenfeld der Glaubensrichtungen. Wer sich mit Glaubensrichtungen beschäftigt, vergleicht wichtige Merkmale von Kirchen, Freikirchen und anderen religiösen Gruppen. So erkennst du, worin sich Glaube, Regeln und das Leben in einer Gemeinde unterscheiden. Weitere Videos dazu findest du in unserem Allgemeinwissensbereich.

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