Video

Die Prüfungsphase rückt wieder näher? Dann erfahre hier und im Video, wie du dir einen guten Lernplan erstellst und deine Prüfungen erfolgreich meisterst!

Inhaltsübersicht

So erstellst du einen Lernplan in 6 Schritten!

Diese Anleitung führt dich in 6 Schritten zu einem fertigen Lernplan und bereitet dich optimal auf die kommende Prüfungsphase vor:

1. Stoff erfassen — Du sammelst alle prüfungsrelevanten Themen
2. Inhalte priorisieren — Du gewichtest den Stoff nach Relevanz
3. Zeitrahmen analysieren — Du ermittelst deine verbleibende Lernzeit
4. Zeitblöcke planen — Du verteilst den Stoff auf konkrete Fokusblöcke
5. Pufferzeiten integrieren — Du baust Spielräume ein
6. Wiederholungen festlegen — Du verankerst feste Wiederholungsslots

Wie hilft dir ein Lernplan? 📝

Ein Lernplan teilt deinen Klausurstoff in machbare Einheiten auf. Das bietet dir viele Vorteile:

Klare Struktur und Ziele
Überblick über Klausurinhalte
Weniger Stress
Gesunder Ausgleich zwischen Lernen und Freizeit
Zeitpuffer für Verzögerungen

Schritt 1: Stoff erfassen

Lege als Erstes eine Liste an und trage alle anstehenden Prüfungen ein. Gehe dann Fach für Fach durch und sammle alle prüfungsrelevanten Themen. Deine Quellen dafür sind:

  • Skripte und Folien aus den Vorlesungen
  • Übungsaufgaben und Altklausuren
  • Hinweise aus der Veranstaltung, zum Beispiel explizit genannte Prüfungsthemen oder Schwerpunkte
Studyflix vernetzt: Hier ein Video aus einem anderen Bereich

Schritt 2: Inhalte priorisieren

Bewerte nun jedes Thema deiner Übersicht nach drei Kriterien:

  1. Prüfungsgewicht: Wie häufig taucht dieses Thema in alten Klausuren auf? Hat die Lehrperson es explizit als wichtig genannt?
  2. Schwierigkeit: Wie komplex ist der Inhalt objektiv?
  3. Eigene Sicherheit: Wie gut beherrschst du das Thema bereits?

Teile anschließend jeden Punkt in deiner Liste in eine von zwei Kategorien ein:

Kategorie Wann sie passt
Detailliert lernen Kernstoff, prüfungsrelevante Schwerpunkte oder Themen, bei denen du dir noch unsicher bist
Überblick sichern Randthemen mit geringem Prüfungsgewicht oder Inhalte, die du bereits sicher beherrschst

Schritt 3: Zeitrahmen analysieren

Als Nächstes geht es darum, wie viel Zeit dir bis zur Klausur tatsächlich zur Verfügung steht. Öffne dazu deinen Kalender und trage deine Prüfungen mit ihrem genauen Datum ein. Schau zusätzlich, ob es Tage gibt, an denen du feste Verpflichtungen oder nur eingeschränkt Zeit hast (z. B. durch Vorlesungen).

Lege auf dieser Grundlage dein realistisches Tagespensum fest:

Situation Realistisches Tagespensum
Kein Job, wenig Uni 4–5 Fokusstunden
Teilzeitjob oder Seminartage 2–3 Fokusstunden
Verplanter Tag 1–2 Fokusstunden oder kein Lerntag

Schritt 4: Zeitblöcke planen

Jetzt legst du konkrete Lernblöcke fest. Die Grundeinheit sind 90-Minuten-Fokusblöcke. Das ist lang genug, um tief in ein Thema einzusteigen, aber kurz genug, um die Konzentration hochzuhalten. Danach machst du eine 10–15-minütige Pause.

Verteile deinen Stoff dann nach Schwierigkeit auf den Tag:

  • Schwere Themen aus der Kategorie „detailliert lernen“ kommen in deine lernstarken Zeitfenster, also in der Regel am Vormittag.
  • Leichtere Inhalte aus der Kategorie „Überblick sichern“ planst du in Randzeiten, zum Beispiel am frühen Abend.

Tipp: Trenne Lerntage und freie Tage konsequent voneinander. Diese Trennung schützt deine Erholung und sorgt dafür, dass du an Lerntagen wirklich fokussiert arbeitest.

Schritt 5: Pufferzeiten integrieren

Pufferzeiten sind deine Absicherung gegen außerplanmäßige Situationen — zum Beispiel, wenn ein Termin dazwischenkommt.

Du arbeitest mit drei Pufferarten:

  1. Mini-Puffer: 10–15 Minuten direkt nach jedem Fokusblock. Sie fangen Überzüge auf, ohne dass der restliche Tag ins Rutschen gerät.
  2. Wochenpuffer: Ein halber bis ganzer Tag pro Woche, den du nicht mit Lernstoff befüllst. Er dient als Reserve für Rückstände.
  3. Endpuffer: 1–2 Tage direkt vor der Klausur. Diese Zeit reservierst du für konzentrierte Wiederholungen und Probeklausuren.

Schritt 6: Wiederholungen festlegen

Damit der Stoff bis zur Klausur sitzt, planst du feste Wiederholungszyklen in deinen Plan ein. Das Prinzip dahinter ist einfach: Wiederhole jedes Thema in wachsenden Abständen:

Zeitpunkt Wiederholung
Nach 24 Stunden Erste kurze Auffrischung direkt nach dem Lernblock
Nach 3 Tagen Zweite Wiederholung, bevor das Wissen verblasst
Nach 7 Tagen Dritte Wiederholung zur Festigung
Nach 14 Tagen Abschließende Überprüfung vor der Klausur

Plane für jede Wiederholung einen eigenen Slot von 30–45 Minuten ein. Nutze diese Zeit zum Beispiel für:

  • Kartenabfragen, um dein Wissen aktiv abzurufen
  • Übungsaufgaben, um Anwendungssicherheit zu überprüfen
  • Komprimierte Zusammenfassungen, um Kernaussagen zu verdichten

Tipp: Plane außerdem mindestens eine Probeklausur ein. Setze sie drei bis fünf Tage vor dem Prüfungstermin an. So hast du noch ausreichend Zeit, um Wissenslücken auszubessern.

Lernplan-Vorlagen: Woche und Tag

Jetzt kannst du loslegen! Zu Beginn der Prüfungsphase reicht eine Wochenplanung aus.

➡️ Beispiel Wochenplan:

Hier findest du die Tabelle zum Download!

In der heißen Phase vor der Prüfung solltest du auf eine Tagesplanung umsteigen. 

➡️ Beispiel Tagesplan:

Hier findest du die Tabelle zum Download!

Lernen lernen

Ein guter Lernplan ist das Fundament – aber wie lernst du mit ihm wirklich effektiv? In unserem Beitrag Lernen lernen“ zeigen wir dir bewährte Techniken, um Inhalte schneller zu verinnerlichen und länger zu behalten.

Zum Video: Lernen lernen
Zum Video: Lernen lernen
Lernen lohnt sich! Entdecke hier deine Chancen.