Es gibt sehr viele Dinosaurier Arten. Damit du einen Überblick gewinnst, haben wir dir hier und in unserem Video die wichtigsten Merkmale der bekanntesten Arten zusammengefasst!
Inhaltsübersicht
Welche Dinosaurier Arten gab es?
Dinosaurier haben vor Millionen von Jahren unsere Erde bevölkert. Unter ihnen gab es viele verschiedene Formen, von denen sich manche auf zwei und manche auf vier Beinen bewegt haben. Bis jetzt wurden Fossilien von über 700 Arten gefunden.
Auch die Ernährung war nicht bei allen Dinosauriern gleich. Es gab Fleisch- und Fischfresser, Pflanzenfresser und Allesfresser. Über zwanzig der bekanntesten Dinosaurier, wie den Tyrannosaurus Rex und den Triceratops, zeigen wir dir jetzt genauer.
Wichtig: Auf Basis der gefundenen Fossile von Dinosauriern können Wissenschaftler nur raten oder vermuten, wie sie wirklich ausgesehen haben. Auch wenn sie auf Bildern und in Filmen sehr genau dargestellt werden, könnten diese genauen Vorstellungen der Dinosaurier falsch sein.
Tyrannosaurus Rex (T-Rex)
Der Tyrannosaurus Rex ist einer der berühmtesten Dinosaurier. Er hatte einen massiven Schädel mit bis zu 18 cm langen Zähnen. Mit denen konnte er sogar Knochen zerbeißen! Wenn ihm einer dieser Zähne ausfiel, wuchs er außerdem innerhalb von wenigen Wochen wieder nach. Das alles brachte den Tyrannosaurus Rex an die Spitze der Nahrungskette und verdiente ihm seinen Namen, der übersetzt „Königsechse“ bedeutet.
Steckbrief Tyrannosaurus Rex:
| Ernährung: | Fleischfresser | |
| Größe: | Höhe: 4 Meter (bis zur Hüfte) Länge: 13 Meter |
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| Gewicht: | ca. 9 Tonnen (9000 Kilogramm) |
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| Zeit: | Ober-Kreide (vor ca. 68 bis 65 Millionen Jahren) |
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| Ordnung: | Echsenbeckensaurier |
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Triceratops
Der nächste Dinosaurier ist der Triceratops. Er hatte drei Hörner, zwei auf der Stirn und eins auf der Nase. Über seinem Nacken befand sich ein sogenanntes Nackenschild. Es ist nicht genau geklärt, wofür Hörner und Schild gedient haben, aber vermutlich für die Balz oder Macht- und Paarungskämpfe innerhalb der Herde.
Steckbrief Triceratops:
| Ernährung: | Pflanzenfresser | |
| Größe: | Höhe: 3 Meter Länge: 9 Meter |
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| Gewicht: | 10 Tonnen (10.000 Kilogramm) |
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| Zeit: | Ober-Kreide (vor 70 bis 66 Millionen Jahren) |
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| Ordnung: | Vogelbeckensaurier |
Brachiosaurus
Der Langhals Brachiosaurus konnte mit seinen Zähnen nichts zerkauen. Sie halfen ihm nur dabei, Blätter von Bäumen abzuzupfen. Damit sich die Nahrung in seinem Bauch zersetzen konnte, hatte er eine besondere Angewohnheit: Er schluckte Steine. So wurden die Blätter in seinem Magen zerkleinert.
Steckbrief Brachiosaurus:
Stegosaurus
Auch der Stegosaurus war ein Pflanzenfresser. Er ist vor allem für die Platten auf seinem gewölbtem Rücken und für die Stacheln an seinem Schwanz bekannt. Während die Stacheln vermutlich zur Verteidigung dienten, nutzte er die Rückenplatten wahrscheinlich auf der Balz, um Weibchen anzulocken. Das Gehirn des Stegosaurus war dagegen nur etwa so groß wie ein Golfball.
Steckbrief Stegosaurus:
| Ernährung: | Pflanzenfresser | |
| Größe: | Höhe: 4 Meter Länge: 9 Meter |
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| Gewicht: | ca. 2-4 Tonnen (2000-4000 kg) |
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| Zeit: | Ober-Jura (vor 157-148 Mio. Jahren) |
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| Ordnung: | Vogelbeckensaurier |
Dilophosaurus
Sein Name beschreibt den Dilophosaurus sehr gut. Denn er bedeutet „Zwei-Kämme-Echse“, weil die zwei Kämme auf der Schnauze des Dinosauriers eines seiner Erkennungsmerkmale sind. Was ihr Zweck war ist nicht ganz klar, aber ihre Größe könnte gezeigt haben, welche der Tiere Männchen waren. Das wäre dann vor allem bei Paarungsritualen wichtig gewesen.
Steckbrief Dilophosaurus:
| Ernährung: | Fleischfresser | |
| Größe: | Höhe: 1,5 Meter Länge: 6 Meter |
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| Gewicht: | 500 Kilogramm | |
| Zeit: | Unter-Jura (vor 200 bis 174 Mio. Jahren) |
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| Ordnung: | Echsenbeckensaurier |
Brontosaurus
Wie der Brachiosaurus hat auch der Brontosaurus einen sehr langen Hals. So konnte er auch Blätter an hohen Bäumen und Ästen erreichen — er könnte sich dafür sogar auf seine Hinterbeine gestellt haben. Wenn er gerade nicht mit fressen beschäftigt war, hielt er manchen Wissenschaftlern zufolge seinen Kopf waagrecht, um die Durchblutung in seinem Kopf zu verbessern.
Steckbrief Brontosaurus:
Allosaurus
Ein besonders guter Jäger war der Allosaurus. Er hatte ein Gebiss mit 70 Zähnen, die mit kleinen Widerhaken versehen waren, um möglichst große Fleischstücke aus seiner Beute zu reißen. Der Allosaurus lief auf zwei Beinen und war mit seinem schlanken, muskulösen Körperbau sehr schnell. Seine Augen waren außerdem nach vorne gerichtet — er hatte also eine gute räumliche Wahrnehmung.
Steckbrief Allosaurus:
| Ernährung: | Fleischfresser | |
| Größe: | Höhe: 4 Meter Länge: 12 Meter |
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| Gewicht: | 1,5 Tonnen (1500 kg) |
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| Zeit: | Ober-Jura (vor 157 bis 145 Millionen Jahren) |
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| Ordnung: | Echsenbeckensaurier |
Diplodocus
Ein weiterer pflanzenfressender Langhals war der Diplodocus. Obwohl sein Hals so lang war, hatte sein Schwanz sogar die doppelte Länge. Außerdem waren seine Hinterbeine länger als seine Vorderbeine. Wie der Brontosaurus hat auch der Diplodocus vermutlich seinen Kopf nicht nach oben, sondern nach vorne gestreckt gehalten.
Steckbrief Diplodocus:
Spinosaurus
Besonders einzigartig am Spinosaurus war sein Rückensegel. Es bestand aus Verlängerungen seiner Rückenwirbel, die durch Haut verbunden waren. Die Funktion von diesem Rückensegel ist noch nicht erforscht, aber es diente ihm möglicherweise zur Kommunikation oder half ihm beim Jagen von Tieren im Wasser. Denn Fische und andere Tiere in flachen Gewässern waren wohl sein Hauptnahrungsmittel.
Steckbrief Spinosaurus:
Compsognathus
Sein Name bedeutet „zierliches Kinn“, wobei nicht nur das Kinn dieses Dinosauriers zierlich war. Der Compsognathus war nämlich nur etwa so groß wie ein Huhn. Sein Schwanz war dabei mehr als doppelt so lang wie seine Körpergröße.
Steckbrief Compsognathus:
Maiasaura
Über die Maiasaura ist viel bekannt, da schon sehr viele Skelette in unterschiedlichen Altersstufen gefunden wurden. Sie hatten einen Entenschnabel mit 2.000 Zähnen und einen festen Scheitelkamm über ihren Augen. Maiasaura-Weibchen kümmerten sich sehr um die eigene Brut, weshalb sie auch seinen Namen: „gute Mutter-Echse“ erhielten. Trotzdem starben wohl rund 90 % der Jungtiere in ihrem ersten Lebensjahr.
Steckbrief Maiasaura:
Oviraptor
Der Oviraptor hatte einen Schädelkamm und einen zahnlosen Schnabel, mit dem er möglicherweise Muscheln und Schnecken aufgeknackt haben könnte — allerdings sind nur Teile eines Skeletts und ein unvollständiger Schädel bekannt. Seinen Namen, der „Eierdieb“ bedeutet, erhielt der Oviraptor, weil er das erste mal neben einem Nest mit 15 Eiern entdeckt wurde. Heute wird jedoch davon ausgegangen, dass es seine Eier waren.
Steckbrief Oviraptor:
Kentrosaurus
Besonders auffällig muss wohl der Kentrosaurus gewesen sein. Denn sein Rücken und Nacken waren, wie beim Stegosaurus, mit Knochenplatten bedeckt. Außerdem standen von seinen Vorderbeinen und seinem Schwanz große Stacheln ab. Von diesem Aussehen hat der Kentrosaurus auch seinen Namen: „Stachelechse“.
Steckbrief Kentrosaurus:
Protoceratops
Der Protoceratops hatte im Vergleich zu seinem restlichen Körper längere Hinterbeine und einen großen Schädel mit einem schildkrötenähnlichen Schnabel. Darin hatte er dutzende Zähne, mit denen er harte Pflanzen zerkleinern konnte. Am Ende seines Kopfes befand sich ein Nackenschild.
Steckbrief Protoceratops:
Diabloceratops
Diabloceratops bedeutet übersetzt „teuflisches Horngesicht“. Der Name ist hier Programm, denn dieser Dinosaurier hat nicht nur zwei Hörner über den Augen und eins auf der Nase — sondern auch zwei nach außen gebogene Stacheln oben auf seiner Halskrause, die an Teufelshörner erinnern.
Steckbrief Diabloceratops:
Dromaeosaurus
Etwa so groß wie ein Schäferhund war der Dromaeosaurus, und er hatte wohl einen sehr guten Seh-, Gehör- und Geruchssinn. Sein Körper war vermutlich mit einem Federkleid bedeckt und der Dromaeosaurus hatte einen stabilen Schädel und große Zähne. Durch seine kurzen, muskulösen Beine konnte er wahrscheinlich sehr schnell rennen.
Steckbrief Dromaeosaurus:
Lambeosaurus
Die Zuordnung zum Lambeosaurus war zeitweise schwierig, weil die gefundenen Schädel unterschiedliche Formen und Kopfkämme hatten. Forscher kamen zu dem Schluss, dass die jeweilige Ausprägung der Kopfkämme ein Altersmerkmal des Dinosauriers ist. Der Lambeosaurus konnte sowohl auf zwei als auch auf vier Beinen laufen und hatte einen biegsamen Hals, der es ihm erleichterte, Pflanzen abzufressen.
Steckbrief Lambeosaurus:
Pentaceratops
Der Pentaceratops ist auf den ersten Blick erkennbar, denn er hat den größten Schädel aller bekannten Landwirbeltiere. Inklusive seines Nackenschilds war der nämlich 2 Meter lang! Dieses Nackenschild hatte zwei Öffnungen, die Fenestrae, damit es nicht so schwer war. Seinen Namen erhielt der Pentaceratops wegen seiner fünf Hörner. Eins war auf seiner Nase, zwei jeweils über seinen Augen und nochmal zwei oben an seinem Nackenschild.
Steckbrief Pentaceratops:
Sinornithosaurus
Nur etwa so groß wie ein Truthahn muss der Sinornithosaurus gewesen sein. Sein Körper war mit federähnlichen Strukturen bedeckt und er ist wohl die Dinosaurierart, die am nächsten mit Vögeln verwandt ist — fliegen konnte er allerdings trotzdem nicht. In den Zähnen des Sinornithosaurus sind Kerben, weshalb sich Paläontologen uneinig sind, ob er seine Beute mit Gift betäubt oder getötet hat oder ob das eine falsche Deutung seines Skeletts ist.
Steckbrief Sinornithosaurus:
Wann haben die Dinosaurier Arten gelebt?
Die Dinosaurier haben nicht alle zur gleichen Zeit gelebt. Sie haben über einen Zeitraum von circa 170 Millionen Jahren gelebt, bis sie ausgestorben sind. In diesem Zeitraum haben sie sich weiterentwickelt und an ihre Lebensräume angepasst.
Die Dinosaurier haben zur Zeit des Erdmittelalters die Erde beherrscht. Das Zeitalter wird unterteilt in Kreide, Jura und Trias. Hier gibt es dann wieder Unterkategorien, wie zum Beispiel die Ober- und Unter-Kreide.
Die verschiedenen Saurier-Arten
Um zu dieser Zeit überleben zu können, mussten die Lebewesen perfekt an ihr Umfeld angepasst sein. So haben sich über die Jahrmillionen hinweg unterschiedliche Saurier-Arten entwickelt. Je nach ihrem Lebensraum kannst du drei Arten von Sauriern unterscheiden:
- Dinosaurier: haben an Land gelebt.
- Flugsaurier (Pterosaurier): haben den Luftraum erobert.
- Meeressaurier (Plesiosaurier): haben im Wasser gelebt.
Die Flug- und Meeressaurier gehören zwar zu den Sauriern, aber nicht zu den Dinosauriern. Das hat den Grund, dass die Dinosaurier an Land und die Meeressaurier unter Wasser gelebt haben, während die Flugsaurier oft in der Luft unterwegs waren.
Sie hatten also alle verschiedene Lebensräume und dementsprechend auch einen unterschiedlichen Körperbau, um in dieser Umgebung überleben zu können. Deswegen gibt es mehrere Saurier Arten, die du nicht nur einer gemeinsamen Tierart zuordnen kannst.
Das Wort „Dinosaurier“ kommt aus dem Griechischen. „Dino“ bedeutet schrecklich und „Saurier“ kannst du mit Echse übersetzen. Tatsächlich waren diese „schrecklichen Echsen“ aber keine Echsen, sondern werden meistens in die Gruppe der Reptilien eingeordnet.
Unterscheidung der Dinosaurier
Aber auch unter den Dinosauriern kannst du noch verschiedene Arten unterscheiden. Denn wenn Wissenschaftler Dinosaurierskelette ausgraben, stoßen sie immer auf einen von zwei unterschiedlichen Beckenknochentypen. Du unterscheidest deswegen die folgenden zwei Gruppen:
- Echsenbeckendinosaurier (Saurischia)
- Vogelbeckendinosaurier (Ornithischia)
Da heißt, dass sich der Skelettaufbau der Dinosaurier sehr ähnlich ist. Nur an der Form des Beckenknochens unterscheiden Wissenschaftler zwei verschiedene Dinosaurier Gattungen. Besonders ist, dass zu den Echsenbeckendinosauriern sowohl Fleischfresser als auch Pflanzenfresser gehören. Die Vogelbeckendinosaurier waren reine Pflanzenfresser.
Obwohl es so viele unterschiedliche Dinosaurier-Arten gab, hatten also viele ähnliche Merkmale.
Archaeopteryx
Super! Jetzt kennst du einige Dinosaurier Arten. Aber hast du schon mal vom Archaeopteryx gehört? Er war den heutigen Vögeln schon ziemlich ähnlich und ist einer der bekanntesten Flugsauriern. In unserem Video zeigen wir dir allen über ihn, bis gleich!